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Permane und Nielsen stehen voll hinter Alonso

15. Oktober 2007 - 09:51 Uhr

Die beiden Renault-Mitarbeiter Alan Permane und Steve Nielsen hoffen im WM-Kampf auf Fernando Alonso und analysieren dessen Stärken

Renault-Kommandostand
Alan Permane wünscht seinem Ex-Fahrer Fernando Alonso den Titelgewinn
© Renault

(Motorsport-Total.com) - Am kommenden Wochenende steigt in São Paulo das erste Formel-1-Saisonfinale seit 1986, in das mehr als zwei Fahrer mit Chancen auf den WM-Titel gehen. Renault drückt dabei Fernando Alonso die Daumen, denn der Ex-Schützling der Franzosen könnte 2008 bei seiner möglichen Rückkehr die Startnummer eins des amtierenden Champions mitbringen.

Gleichzeitig zeigt man sich in Enstone verwundert darüber, dass Lewis Hamilton angekündigt hat, auf Sieg zu fahren, schließlich würde ihm schon ein zweiter Platz im letzten Rennen auf jeden Fall reichen: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Team wie McLaren sagt: 'Wir werden um jeden Preis versuchen, dieses Rennen zu gewinnen.' Das glaube ich einfach nicht", erklärte Alan Permane, Renaults leitender Renningenieur.

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Alonso fuhr taktisch für den WM-Titel

"Oft haben wir ihm gesagt, er soll die Drehzahl reduzieren, und er hatte es schon längst getan."
Alan Permane

"Wir haben mit Fernando im Vorjahr erlebt, wie er ausschließlich auf die Weltmeisterschaft gefahren ist. Da war ihm auch ein zweiter oder dritter Platz recht", erinnerte er sich an den WM-Kampf 2006 gegen Michael Schumacher und Ferrari. "Er war da sogar viel vorsichtiger als wir. Er war der Erste, der die Motordrehzahl runterschraubte. Oft haben wir ihm gesagt, er soll die Drehzahl reduzieren, und er hatte es schon längst getan."

Das Herz von Teamlogistiker Steve Nielsen schlägt natürlich ebenfalls für Alonso, sein Verstand sagt ihm aber, dass es nicht reichen wird: "Auch wenn es nur vier Punkte sind: Wenn kein großes Drama passiert, ist Lewis der klare Favorit", so Nielsen. "Es würde mir aber gefallen, Fernando gewinnen zu sehen - einfach wegen der gemeinsamen Geschichte, die wir haben. Aber ehrlich gesagt glaube ich, dass es Lewis machen wird."

Renault hat auch ein wenig Mitleid mit Alonso, denn der Spanier fühlt sich bei McLaren-Mercedes nicht besonders wohl und vermutet schon lange, dass er gegenüber Hamilton benachteiligt behandelt wird. Die FIA hat daraufhin beschlossen, in São Paulo einen Aufpasser in die Box der Silberpfeile zu stellen, um jedweden Verschwörungstheorien im Vorhinein die Grundlage zu nehmen - eine Maßnahme, für die sich Carlos Gracia, der Präsident des spanischen Verbandes, stark gemacht hat.

Verwunderung über Dennis-Aussage

"Sie befinden sich jedenfalls in einer guten Position, denn beide Fahrer können Weltmeister werden."
Alan Permane

Permane wunderte sich in diesem Zusammenhang über eine Aussage von McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis nach Hamiltons Boxenpanne in Shanghai: "Er hat gesagt: 'Wir sind nicht gegen Räikkönen, sondern gegen Alonso gefahren.' Da frage ich mich: Wen meint er mit wir? Ich weiß nicht, ob es zwei Lager gibt, ob alle hinter Lewis stehen, aber sie befinden sich jedenfalls in einer guten Position, denn beide Fahrer können Weltmeister werden", meinte der Brite.

"Lewis", fügte er an, "tritt viel selbstbewusster auf als zu Beginn des Jahres und sagt auch mehr, was er sagen will. Er hat natürlich den Vorteil und kann es sich leisten, ein bisschen herumzurollen. Aber wie wir in China gesehen haben, ist das auch keine Garantie." Und Nielsen glaubt, dass die Silbernen vor allem die eigenen Fahrer im Zaum halten müssen: "Zu bestimmten Zeitpunkten in der Saison war jeder der beiden Fahrer einmal außerhalb ihrer Kontrolle. Das ist aber ein Luxusproblem."

Dy Sympathien von Renault liegen jedenfalls auf McLaren-Mercedes-Seite, denn "wenn Kimi (Räikkönen; Anm. d. Red.) gewinnen sollte, wäre es für McLaren nach einer so starken Saison mit all den Schwierigkeiten besonders schade. Wenn sie nach der Spionagesache und all den anderen Dingen am Ende mit nichts dastehen würden, wäre das furchtbar", äußerte sich Permane in Bezug auf die Truppe seines Ex-Fahrers.

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