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Nakajima mit erfolgreichem "Bewerbungs-Rennen"

22. Oktober 2007 - 10:08 Uhr

Nach einem enttäuschenden Qualifying überzeugte der junge Japaner in São Paulo mit einem extrem starken Rennen und überzeugenden Rundenzeiten

Kazuki Nakajima
Nakajima sehen viele Experten nach Sato als neue japanische Hoffnung an
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Kazuki Nakajima wurde in Absprache mit Alexander Wurz, der sich zu seinem Rücktritt aus der Formel 1 entschieden hatte, bereits beim letzten Rennen der Saison in São Paulo ins Auto gesetzt. Offiziell war seitens des Williams-Teams zu hören, dass es sich dabei um keinen Versuch der Bewertung gehandelt hat, vielmehr wollte man ihm es ermöglichen, weitere Erfahrungen zu sammeln.

Nach dem Rennen wird jedoch deutlich, dass der Große Preis von Brasilien für den Japaner sehr wohl eine Art Bewerbungs-Rennen gewesen ist. Der 22-Jährige wird seit Jahren von Toyota gefördert und besitzt durchaus eine realistische Chance, in der kommenden Saison entweder als Ersatz von Ralf Schumacher bei den Japanern oder als Nachfolger von Wurz bei Williams einen Platz als Stammfahrer zu erhalten.

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Mit seinem Debüt am Sonntag ist der ehemalige GP2-Pilot in die Fußstapfen seines Vaters Satoru getreten, der zwischen 1987 und 1991 in der "Königsklasse des Motorsports" 74 Rennen bestritt. Der heute 54-Jährige fuhr im Verlauf seiner Formel-1-Karriere eine schnellste Rennrunde und sammelte insgesamt 16 WM-Punkte.

In der Qualifikation hatte Nakajima seine Probleme, kam nur auf Platz 19. Im Rennen zeigte er jedoch eine tolle Aufholjagd und wurde Zehnter: "Das Qualifying war sehr schlecht und wir waren darüber nicht glücklich", gestand Sam Michael, Technischer Direktor des Teams gegenüber 'Reuters' ein.

Ein Blick auf die schnellsten Rennrunden untermauert, welch starke Leistung Nakajima bereits in seinem ersten Rennen gezeigt hat, fuhr er doch mit 0,671 Sekunden Rückstand die fünftschnellste Rennrunde und war damit um 0,043 Sekunden schneller als Teamkollege Nico Rosberg, der ebenfalls ein extrem starkes Rennen fuhr.

Zufrieden war man im Team nicht nur damit, dass der Neuling somit sogar schneller war als der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso, im letzten Abschnitt des Rennens fuhr Nakajima zudem konstant 1:13er-Zeiten: "Im Rennen schlug er ein sehr beeindruckendes Tempo an und überholte zwei oder drei Autos", war Michael beeindruckt.

Auch wenn er schlussendlich keine Punkte holen konnte, ist Michael der Meinung, dass sein Fahrer im Rennen keine bessere Arbeit hätte leisten können: "Mit einer Leistung wie dieser bin ich mir ziemlich sicher, dass er in der Formel 1 fahren wird. Wann, das weiß ich nicht." Einziger Wehrmutstropfen: Im Rennen bog Nakajima in der Boxengasse zu schnell bei seinem Team ein und fuhr dabei zwei Teammitglieder an, die dabei zu Boden gingen.

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