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Motorenreglement: FIA bittet erneut um Nachbesserungen

21. Oktober 2007 - 16:53 Uhr

Mit dem von den Automobilherstellern vergangene Woche vorgelegten Vorschlag für ein Motorenreglement gibt sich der Automobilweltverband nicht zufrieden

Max Mosley mit Flavio Briatore
Max Mosley fordert radikalere Veränderungen als es die Hersteller wollen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die in der Formel 1 vertretenen Automobilhersteller BMW, Ferrari, Honda, Mercedes, Renault und Toyota waren zuversichtlich, dass ihr in der vergangenen Woche unterbreiteten Vorschlag über ein neues Motorenreglement vom Automobilweltverband FIA gutgeheißen wird. Auf diesen hatte man sich zuletzt nach monatelangem Tauziehen verständigt.

Anstatt ab 2011 auf eine neue Motorenformel zu setzen, schlugen die Hersteller vor, mindestens bis 2013 an den aktuellen V8-Motoren mit 2,4 Litern Hubraum festzuhalten - dies würde hohe Kosten durch eine notwendige Neuentwicklung der Triebwerke ersparen.

Die Motoren sollen ferner an vier Grand-Prix-Wochenenden statt bisher an zwei zum Einsatz kommen. Zudem sprachen sie sich ab 2010 für die Einführung von Energierückgewinnungssystemen sowie eines Benzin-Durchflussbegrenzers aus. Kunden-Teams sollen Motoren für 10 Millionen Dollar pro Saison erhalten.

Erst für die Saison 2013 wünschen sich die Hersteller eine radikalere Neugestaltung des Motoren-Reglements - und das ist wohl einer der Gründe, warum die FIA den Vorschlag abgelehnt hat. Der Automobilweltverband ist der Meinung, dass dieser nicht weit genug geht.

Die Automobilhersteller geben jedoch nicht auf, sondern sie suchen zum einen die Unterstützung der unabhängigen Teams und damit auch der Kundenteams, und sie wollen ihre Vorschläge anpassen, um der FIA entgegenzukommen.

Die FIA hatte die Hersteller verblüfft, weil sie plötzlich will, dass sich das Motorenformat in den kommenden 10 Jahren nicht verändert soll - dabei forderte man vier Monate zuvor Vierzylinder-Direkteinspritzer mit Turbolader: "Das passt für mich nicht zusammen", so BMW Motorsport Direktor Mario Theissen, der die Meinung vertritt, dass man wieder in einen Dialog mit der FIA treten müsse.

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug spricht nicht von einer Ablehnung des Vorschlags: "Es ist eine Basis und es werden verschiedene Optionen und Möglichkeiten diskutiert", so der Deutsche gegenüber 'autosport.com'.

Man habe einen großen Schritt nach vorn gemacht: "Wir haben eine einstimmige Zustimmung von sechs Parteien - es ist ein großer Schritt, dass wir derselben Meinung sind. Ich denke, dass die unabhängigen Teams diese Ansicht unterstützen werden, denn sie werden eine Menge Geld sparen. Wir gehen in die richtige Richtung."

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