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Mosley lässt Kritik nicht auf sich sitzen

15. Oktober 2007 - 14:09 Uhr

FIA-Präsident Max Mosley antwortet auf die Kritik von Jackie Stewart, der in einem Zeitungsinterview seinen Rücktritt gefordert hat

Max Mosley
Max Mosley lässt die Kritik von Jackie Stewart nicht auf sich sitzen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Zwischen Jackie Stewart und Max Mosley tobt momentan eine Privatfehde: Erst hatte der Ex-Formel-1-Weltmeister das FIA-Spionageurteil gegen McLaren-Mercedes kritisiert, dann bezeichnete der FIA-Präsident ihn als Trottel und nun fordert Stewart Mosleys Rücktritt. Das lässt der aber nicht auf sich sitzen.

Mosley bezeichnete Stewarts jüngste Kommentare gegenüber 'autosport.com' als "genauso fehlgeleitet wie die vor dem World-Council-Hearing im September". Er könne zwar verstehen, dass sich die Briten einen WM-Gewinn von Lewis Hamilton wünschen und dementsprechend ihre Sympathien ausdrücken, doch dies dürfe die Sporthoheit FIA in ihren Entscheidungen nicht beeinflussen.

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Damit konterte der FIA-Präsident auf die Stewart-Kritik am eigens eingesetzten Aufpasser für McLaren-Mercedes in Brasilien, der kontrollieren soll, ob das Team Lewis Hamilton oder Fernando Alonso wirklich gleich behandelt. Stewart hatte ich nämlich darüber aufgeregt, dass auf diese Weise in die Entscheidungshoheit der Teams eingegriffen wird. Auch im Zuge von Hamiltons Safety-Car-Verhalten in Fuji, so Mosley, sei die FIA verpflichtet gewesen, der Kritik anderer Fahrer nachzugehen.

Und zu Stewarts Meinung über den Spionagefall sagte er: "Jackie Stewart scheint vergessen zu haben, dass McLaren über drei Monate lang vom Hauptkonkurrenten auf täglicher Basis Informationen erhalten hat, dazu ein Dossier von 780 Seiten. Daher haben sie eine Rekordstrafe erhalten und sind aus der Konstrukteurs-WM ausgeschlossen worden. Sie haben aber keinen Protest eingelegt, was sie sicher getan hätten, wenn Jackies falsche Ansichten einen Sinn gehabt hätten."

"Das Verbreiten von schlecht informierten Kommentaren in den Medien mag sicher dazu beitragen, dass sich seine neue Autobiografie besser verkauft, aber sie tragen nichts dazu bei, die generelle Meinung zu ändern, dass Jackie immer redet und nie zuhört. Ganz eindeutig versteht er nicht einmal die grundlegendsten Realitäten der Regierung des Motorsports", gab der FIA-Präsident abschließend zu Protokoll.

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