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Massa hat nichts mehr zu verlieren
Felipe Massa will in São Paulo aggressiver als sonst fahren, weil er nichts mehr zu verlieren hat: "Ich will um den Sieg kämpfen"
(Motorsport-Total.com) - Als einziger der vier Topfahrer hat Felipe Massa wegen seiner 21 Punkte Rückstand vor dem Saisonfinale in seiner brasilianischen Heimat keine Chancen mehr, noch Weltmeister zu werden, was natürlich seine Herangehensweise an das Rennen beeinflusst: Erstens kann er voll auf Sieg fahren, zweitens wird er Kimi Räikkönen so gut wie möglich helfen.
"Meine Position ist klar definiert und ich will um den Sieg kämpfen", erklärte der Ferrari-Pilot im Rahmen einer Pressekonferenz in São Paulo. "Ich habe keine Probleme damit, mehr Risiko einzugehen und aggressiver vorzugehen als meine Rivalen. Ich weiß, dass sie alle für sich selbst kämpfen, aber ich werde auch mein Bestes geben, um das Rennen zu gewinnen." Sein erster Heimsieg wäre es nicht: Schon 2006 hat er in Interlagos triumphiert.
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Keine einfache Ausgangslage
"Wir wissen, dass unsere Situation nicht einfach ist", analysierte Massa. "Sieben Punkte in einem Rennen sind eine Menge, aber es hängt nicht nur von mir und Kimi ab, sondern auch von McLaren. Wenn Kimi gewinnt, ich Zweiter werde und ein McLaren Dritter, dann ist es hinfällig, denn Kimi wäre nicht Champion. Wenn aber noch ein Auto dazwischen und der beste McLaren nur Vierter wäre, dann würde uns das helfen."
Nicht ganz, Felipe: Zwar würde ein solches Resultat Räikkönen an Fernando Alonso vorbeischleusen, der ja nur drei Punkte Vorsprung hat, nicht aber an Hamilton, dessen Polster sieben Zähler beträgt. Sollte Hamilton am Sonntag mindestens Fünfter werden, wäre die Weltmeisterschaft für Ferrari erledigt - selbst bei einem Sieg von Räikkönen. Im Falle eines sechsten Platzes von Hamilton würde bei Punktegleichheit die Anzahl der Saisonerfolge für den "Iceman" entscheiden.
Zunächst einmal muss Ferrari aber voll auf den Sieg losgehen, was laut Massa durchaus möglich ist: "Wir wissen, dass die Strecke für unseren Ferrari nicht schlecht ist, aber wir können nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, wer konkurrenzfähiger sein wird. Meiner Meinung nach werden beide Teams bis zum bitteren Ende kämpfen. Wer dann die entscheidenden ein bis zwei Zehntel auf seiner Seite hat, ist schwer zu sagen", so der 26-Jährige.
Massas Saisonbilanz durchaus positiv
Für ihn selbst sei es eine "gute, besondere" Saison gewesen, weil er immerhin drei Grands Prix gewinnen konnte, und hätte er nicht drei Nullnummern geschrieben, wäre er wahrscheinlich noch im WM-Rennen. Dennoch: "Ich vertraue dem Team zu 100 Prozent", gab Massa, der gerade bis 2010 verlängert hat, zu Protokoll. "Das Vertrauen ist stark, ich traue dem Team und glaube an das Team. Das Beste ist, zusammenzuarbeiten und die Probleme zu beheben."
"Nach den Rennen, in denen wir keine Punkte geholt haben, die wir hätten holen sollen, wurde mir klar, dass es nicht reichen würde. Der Verlust dieser Punkte hat uns wirklich beeinträchtigt. Aber es war eine Kombination an Dingen. Wir haben hart gearbeitet und wir werden auch weiterhin hart arbeiten, damit so etwas nächstes Jahr nicht noch einmal vorkommen kann", fügte er vor seinem Heimspiel abschließend an.












