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Kolles blickt nach Team-Verkauf optimistisch nach vorn

05. Oktober 2007 - 10:18 Uhr

Nach dem endlich erfolgten Verkauf von Spyker ist Teamchef Colin Kolles optimistisch, dass das Team eine bessere Zukunft vor sich liegen hat

Colin Kolles (Teamchef)
Colin Kolles blickt nun wieder etwas optimistischer in die Zukunft
© Spyker

(Motorsport-Total.com) - In dieser Woche ist der Verkauf des Formel-1-Teams von Spyker endlich offiziell über die Bühne gegangen. Das Team befindet sich nun im Besitz der 'Orange India Holdings', dem Konsortium der Mol-Familie und des indischen Milliardärs Vijay Mallya.

Der frühere Jordan-Rennstall, der 2006 unter der russischen Flagge in Besitz von Midland fuhr, in diesem Jahr durch Spyker kontrolliert wurde, soll nach dem dritten Besitzerwechsel innerhalb weniger Jahre endlich eine rosige Zukunft vor sich haben - das hofft jedenfalls Teamchef Colin Kolles.

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Sollte man tatsächlich in den kommenden Jahren nicht in finanzielle Schwierigkeiten geraten, sieht es durchaus besser aus als in den vergangenen Jahren, schließlich hat man mit Mike Gascoyne einen Technischen Direktor, der bewiesen hat, dass er Autos bauen kann, die konkurrenzfähig sind. Dazu benötigt er jedoch Ressourcen, die ihm nur das Team zur Verfügung stellen kann.

Passend zu der Meldung des Verkaufs sicherte sich der Rennstall am vergangenen Wochenende in Fuji dank der Bestrafung von Vitantonio Liuzzi den ersten WM-Punkt. Für das Team sei dieser "sehr wichtig", erklärt Kolles im Interview mit 'autosport.com'. Dieser erste Punkt könne das Team um einen Schritt nach vorn bringen und sei auch psychologisch und finanziell bedeutsam.

Auch wenn das B-Modell besser funktioniert und das Team dieses als Basis für das nächstjährige Auto heranziehen möchte, sieht der Deutsche noch "viel harte Arbeit" auf das Team zukommen: "Wir denken nicht, dass wir kommendes Jahr dieses oder jenes tun werden. Wir müssen einfach weiterhin durchhalten und versuchen, nach vorn zu kommen."

Wie es jetzt unter den neuen Eigentümern mit dem Team weitergehen wird, das wird erst die Zukunft zeigen. Kolles vergleicht sein Team mit einem alten Flugzeug, das einst erfolgreich war, dann jedoch renoviert werden musste: "Wenn man eine Menge Geld hat, dann restauriert man das Flugzeug ziemlich schnell. Wenn man nicht so viel Geld hat, dann dauert es länger."

Diese Arbeit habe bereits Spyker erledigt, da man die Fabrik erweitern und den Windkanal auf den neuesten Stand der Technologie bringen konnte: "Nun haben die Leute die Instrumente, um ein gutes Auto herzustellen. Nun benötigen wir das Benzin, um abzuheben. Dies ist grundsätzlich die Sichtweise."

Eine personelle Aufstockung sei derzeit nur "selektiv" geplant, man habe unter der Führung von Mike Gascoyne einige junge viel versprechende Ingenieure. Und da Gascoyne über viel Erfahrung verfügt, sei dies "eine gute Mischung". Man benötige zusätzliches Personal, um den Windkanal 24 Stunden am Tag betreiben zu können: "Aber es ist nicht so, dass wir die Mannschaft um 30 Prozent oder so etwas ausbauen werden."

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