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Keine Partys, keine Frauen für Hamilton

01. Oktober 2007 - 18:08 Uhr

Vater Anthony fährt für seinen Sohn Lewis Hamilton ein strenges Regime, um das große Ziel, den WM-Titel, zu erreichen

Lewis Hamilton
Ein starkes Team: Lewis Hamilton mit seinem Managervater Anthony
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamilton kann schon beim Grand Prix von China am kommenden Wochenende Weltmeister werden, doch Euphorie kommt deswegen noch nicht auf. Dafür sorgt sein Vater Anthony, der mit seinem Sohn ein strenges Regime fährt: "Es gibt keine Partys, wenn du Rennen fährst. Kein Rauchen, kein Trinken, keine Frauen - nur Arbeit. Wenn du Partys feiern und Frauen abschleppen willst, musst du dir einen anderen Job suchen", erklärte der Brite.

Hamilton jun. sei voll darauf konzentriert, in Shanghai zu gewinnen und damit noch vor dem Finale in São Paulo alles klar zu machen: "Das nächste Rennen ist alles, was für ihn jetzt wichtig ist", sagte der Managervater. Und ihm ist bewusst, was ein etwaiger WM-Triumph weltweit auslösen würde: "Wenn wir die Weltmeisterschaft gewinnen sollten, wäre das eine Riesensache - nicht nur für uns, sondern für alle."

Und dann würde natürlich die totale Hamilton-Mania ausbrechen. Am Saisonbeginn war es noch eher der Hamilton-Hype, denn viele fanden, dass nach dem dritten Platz in Melbourne zu viel Wind um die Performance des 22-Jährigen gemacht wurde. Inzwischen denkt so natürlich keiner mehr; der Hype war also voll gerechtfertigt, wenn man so will: "Es ist ein lustiges Wort, dieses Wort Hype. Es verfolgt uns, seit Lewis sieben Jahre alt ist", so Hamilton sen.

"Die Leute fragen uns: 'Könnt ihr den Hype fassen?' Aber wir haben früh bewiesen, dass dieses Wort auf uns nicht zutrifft. Es trifft auf andere zu. Wir kommen her, machen einen ehrlichen Job, gehen nach Hause, bauen uns wieder auf und kommen wieder. Es gibt keinen Hype um Lewis - es ist nur gute und harte Arbeit. Man kann über Lewis nur die Fakten basierend auf Resultaten schreiben. Die sprechen nämlich für sich", fügte er an.

Zur Klarstellung: Der Duden definiert Hype als "aggressive Werbung" oder "Betrug". Im moderneren Medienkontext wird der Begriff allerdings eher als Erklärung dafür verwendet, wenn um ein in Wahrheit verhältnismäßig unbedeutendes Ereignis ein nicht dazu in Relation stehender Trommelwirbel - sei es durch die Medien oder wen auch immer - veranstaltet wird. Im Fall von Hamiltons herausragenden Leistungen trifft dies wohl kaum zu...

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