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Horner trauert möglichem Sensationssieg nach

01. Oktober 2007 - 16:36 Uhr

Red-Bull-Racing-Teamchef Christian Horner glaubt, dass Mark Webber den Grand Prix von Japan ohne Ausfall gewinnen hätte können

Christian Horner
Christian Horner bedauert den Ausfall von Mark Webber im Regen von Fuji sehr
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Mark Webber war die tragische Figur der gestrigen Regenschlacht in Fuji: An zweiter Stelle liegend wurde er ausgerechnet von seinem Red-Bull-Kollegen Sebastian Vettel abgeschossen - und das noch dazu während einer Safety-Car-Phase. Bis dahin hatte der Australier trotz Lebensmittelvergiftung und Brechanfall unter dem Helm tapfer gekämpft.

Angesichts der Tatsache, dass der spätere Sieger Lewis Hamilton mit der Weltmeisterschaft im Hinterkopf fahren musste, glaubt Red-Bull-Racing-Teamchef Christian Horner, dass Webber ein möglicher Sieg entrissen wurde: "Er ging beim ersten Stopp locker an Vettel vorbei und holte auf Lewis auf. Bis zum Safety-Car war er gleich schnell, wenn nicht sogar schneller. Es sah zu dem Zeitpunkt extrem positiv aus", erklärte der Brite.

Webber sei ein Superrennen "in echter 'Aussie'-Manier" gefahren, lobte Horner gegenüber 'autosport.com': "Er war super drauf heute. Seine Pace war außergewöhnlich, seine Strategie funktionierte gut für uns und wir hatten vom Start weg viel Benzin im Auto." Dadurch konnte sein Schützling auch einen um acht Runden längeren ersten Stint fahren als Hamilton, in denen er seinen Rückstand massiv verkürzte.

Am Kommandostand dachte man zu jenem Zeitpunkt darüber nach, Webber früher als geplant zum Tanken hereinzuholen, um das Risiko einer Safety-Car-Phase zu vermeiden. Stattdessen ging man aber volles Risiko, um in den zusätzlichen Runden mit leichtem Auto Boden gutmachen zu können. Das war nicht ungefährlich: Wäre das Safety-Car nämlich in jener Phase auf die Strecke gekommen, als Webber in Führung lag, wäre er nach hinten durchgereicht worden.

"Wir hatten die strategische Wahl, ob wir das Safety-Car vermeiden und einen garantierten dritten Platz hinter den McLarens nehmen oder ob wir sie herausfordern wollen. Wir entschieden uns dafür, sie herauszufordern und aufs Ganze zu gehen. Wir fuhren die Extrarunden und holten auf Lewis auf. Zwischen Mark und Lewis ging es um die Führung - und er hatte einen guten Rhythmus", gab Horner abschließend zu Protokoll.

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