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Honda schreibt den RA107 geistig schon ab

03. Oktober 2007 - 17:42 Uhr

Weil der aktuelle RA107 eine Fehlkonstruktion ist, konzentriert sich Honda bei den Wintertests nur noch auf die neue Standardelektronik

Nick Fry
Nick Fry: Der RA107 ist ein Fall für das Museum - wenn überhaupt...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach einer völlig verpatzten Saison mit bisher gerade mal zwei WM-Punkten kommt Honda endlich zur Einsicht und legt das aktuelle RA107-Konzept nicht nur für die noch ausstehenden Rennen in Shanghai und São Paulo, sondern auch gleich für den Testwinter zu den Akten.

"Wir haben mit diesem Auto genug gearbeitet, um zu wissen, dass wir aus diesem Konzept nichts mehr lernen können", musste Teamchef Nick Fry in Fuji kleinlaut gegenüber 'autosport.com' zugeben. "Wir werden den Rest des Jahres damit verbringen, unsere jüngeren Fahrer testen zu lassen und an der McLaren-ECU zu arbeiten - aber wir werden dieses Auto nicht weiterentwickeln. Es reagiert einfach nicht auf Behandlung."

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Mit der McLaren-ECU meint Fry die neue Standardelektronik, die von einer McLaren-Tochterfirma namens McLaren Electronic Systems (MES) in Kooperation mit Microsoft entwickelt wurde. Es gilt, damit im Winter möglichst viele Erfahrungen zu sammeln, bis das neue Auto, der RA108, fertig wird. Aus dem RA107 ein Interimsmodell zu machen, hätte keinen Sinn - zu groß ist die Fehlkonzeption des Totalflops.

Dafür sieht es für 2008 erheblich freundlicher aus: "Wir haben schon seit einigen Wochen Modelle des neuen Autos im Windkanal stehen. In Sachen CFD sind wir mit dem neuen Computer gut aufgestellt. Wir haben deswegen nicht so einen Trommelwirbel veranstaltet wie die meisten anderen Teams, aber wir haben stark in den CFD-Bereich investiert und die neuen Anlagen laufen auch bereits", gab Fry abschließend zu Protokoll.