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Hill: "Regeln sind Regeln"

24. Oktober 2007 - 10:59 Uhr

Damon Hill findet, dass ein möglicherweise skandalöses WM-Ende nicht einer gerechten Entscheidung in der Benzinaffäre im Weg stehen darf

Damon Hill mit seinem Sohn Joshua
Ex-Formel-1-Weltmeister Damon Hill mit seinem Sohn Joshua im Fahrerlager
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Natürlich ist es bedauerlich, dass sich Kimi Räikkönen seines am Sonntag in Brasilien errungenen WM-Titels noch immer nicht hundertprozentig sicher sein kann, weil dem BMW Sauber F1 Team und Williams nach dem gestern eingereichten Protest von McLaren-Mercedes noch eine Disqualifikation droht. Damit würde Lewis Hamilton möglicherweise auf Platz vier aufrücken - und mit 112 Punkten am Grünen Tisch den Titel holen.

Aber so sehr man sich auch darüber ärgern mag, dass eine sportlich sensationelle, aber auch kontroverse Saison so ein Ende nimmt, so ist es doch für die Glaubwürdigkeit des Sports wichtig, dass das Reglement eingehalten wird. Dies soll das Internationale Berufungsgericht der FIA in den nächsten Wochen prüfen - und wenn sich dabei herausstellt, dass die Benzintemperatur der beiden betroffenen Teams doch nicht zu gering war, ist ja alles bestens.

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Gegen eine Vernunftentscheidung, die Sache einfach fallen zu lassen, um unnötigen Wirbel zu vermeiden, spricht sich aber zum Beispiel auch Ex-Weltmeister Damon Hill aus: "Regeln sind Regeln. Die FIA hat herausgefunden, dass einige dagegen verstoßen haben", erklärte er. Außerdem unterstellte Hill der FIA, gegen McLaren-Mercedes bisher sehr hart vorgegangen zu sein, daher müsse man nun umgekehrt die gleiche Gerechtigkeit walten lassen.

"Es ist natürlich sehr verwirrend, nun diese Berufung zu haben, aber es steht so viel auf dem Spiel und die FIA muss einen Weg finden, konstante Urteile zu sprechen. Ich kann verstehen, dass ein paar Grad Benzintemperatur als so nichtig erscheinen, dass es kaum einen Unterschied macht, aber in der Formel 1 geht es ganze Zeit um vernichtend geringe Unterschiede, so dass man irgendwo einen Grenzstrich ziehen muss", so Hill - und der sei durch die Regeln vorgegeben.

Abschließend goss er wieder einmal Benzin ins lodernde Verschwörungsfeuer, denn viele Insider vermuten ja schon lange, dass Ferrari von der FIA bevorzugt behandelt wird: "Es gibt keinen Zweifel daran, dass ein Reglement für Ferrari gilt und ein anderes für alle anderen", gab Hill zu Protokoll. In diesem Zusammenhang erwähnte er noch einmal den im Nachhinein für illegal erklärten Ferrari-Unterboden von Australien, der keinerlei Auswirkungen auf das Rennergebnis hatte.

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