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Hamilton würde sich die Feier nicht verderben lassen

21. Oktober 2007 - 13:36 Uhr

Der Formel-1-Neuling würde im Falle des Titelgewinns am liebsten eine Flagge ins Auto nehmen und "Donuts" drehen, was eigentlich nicht gestattet ist

Lewis Hamilton und Vater Anthony
Lewis Hamilton will den etwaigen Titeltriumph richtig auskosten
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis ließ am Rande des Saisonfinales in Sao Paulo durchblicken, dass sein Team vom Automobilweltverband FIA dazu aufgefordert wurde, sich im Falle des Titelgewinns strikt an die genauen Prozeduren nach dem Ende des Rennens und vor der offiziellen Siegerehrung zu halten.

Unabhängig davon möchte Lewis Hamilton im Falle des Titelgewinns seine Weltmeisterschaft mit Stil feiern und hat dabei MotoGP-Superstar Valentino Rossi als Vorbild: "Man muss sich mal anschauen, wie ihn die Fans nach einem Rennen auf dem Motorrad umarmen", wird der Brite vom 'Mirror' zitiert. "Ich sage nicht, dass ich möchte, dass mich jeder umarmt, aber es wäre cool die Dinge zu tun, die er macht. Das bedeutet für den Sport so viel."

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"Falls mir jemand auf der Runde zur Box einen Union Jack überreichen würde, dann wäre es cool, ihn zum Wehen zu bringen", meinte der McLaren-Mercedes-Pilot, der damit gegen das Reglement verstoßen würde, da es nicht erlaubt ist, fremde Teile ins Auto mitzunehmen. "Mein Held Ayrton Senna hat dies für gewöhnlich hier getan. Auch Massa tat es vergangenes Jahr. Das wäre cool."

Der Formel-1-Neuling würde seine Freude gern auch zum Ausdruck bringen, indem er einen "Donut" hinlegt, die Hinterreifen also durchdrehen lässt während er mit dem Auto einen Kreis beschreibt - etwas, was die Rennleitung ebenfalls nicht sehen möchte.

Auch die Teams möchten von ihren Fahrern so etwas nicht sehen, stattdessen sollen sie abseits der Ideallinie zurück an die Box fahren, um möglichst viel Gummiabrieb an die Reifen zu haften, so dass das Auto bei der technischen Abnahme möglichst schwer ist.

Hamilton möchte jedoch "definitiv" einen "Donut" hinlegen: "Wenn das Rennen beendet ist, dann ist es langweilig. Man sieht nie, wie Fahrer 'Donuts' fabrizieren. Es wäre cool, das Rennen zu beenden und einen 'Donut' zu machen. Die Teams mögen das nicht, da man etwas kaputtmachen kann, aber wenn ich dies tue, dann werde ich dafür zahlen."

Der Automobilweltverband FIA hat unterdessen übrigens Berichte dementiert, wonach man Lewis Hamilton in China bat, den WM-Titel zu feiern, sollte er ihn in Shanghai bereits gewinnen. Die FIA soll die Anweisung gegeben haben, keine 'Donuts' zu zeigen, andere Quellen sprechen sogar davon, dass Hamilton dazu aufgefordert wurde, nicht einmal seinen Vater zu umarmen, bevor er zur Siegerehrung schreitet. Teamchef Ron Dennis hat sich ausgeschwiegen, um was genau sein Team gebeten wurde.

"Die FIA hat uns angewiesen, uns strikt an die Regeln zu halten, die nach dem Ende des Grand Prix' gelten", so der Brite. "Sie gaben uns ein paar Beispiele über was sie nicht begeistert wären. Das waren simple Sachen, an die wir denken müssen, dass sie als unangemessen eingeschätzt würden. Wichtig ist, dass wir innerhalb des Reglements bleiben."

Ein Sprecher der FIA erklärte gegenüber unseren Kollegen von 'autosport.com' jedoch, dass man keine entsprechenden Anweisungen gegeben hat: "Natürlich gibt es sehr klare Prozeduren für das Parc Fermé und das Podium, die alle Teams respektieren müssen." Es sei jedoch nicht so, dass man den McLaren-Mercedes-Fahrern spezielle Anweisungen gegeben hat.

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