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Hamilton: "Kimi im Team wäre cool"

28. Oktober 2007 - 12:52 Uhr

Der McLaren-Mercedes-Pilot über das verlorene Saisonfinale, die bevorstehenden Wintertests und sein Leben als Single

Kimi Räikkönen und Lewis Hamilton
Kimi Räikkönen und Lewis Hamilton: Der Brite wäre gern Teamkollege des Finnen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Lewis Hamilton hat in seiner ersten Formel-1-Saison außergewöhnlich viel erreicht, auch wenn es mit dem WM-Titel schlussendlich nicht geklappt hat: "Schwamm drüber. Ich schaue nach vorn und kann es gar nicht abwarten, wieder im Auto zu sitzen", meint der 22-Jährige im Interview mit der 'Bild am Sonntag' gelassen, der "erhobenen Hauptes" aus Brasilien zurückgekehrt ist, schließlich hat er mehr erreicht, als alle erwartet hatten.

Auch dank seines Halbbruders Nicolas schaffte Hamilton diesen Schritt, wie er zugibt. Der 15-Jährige, der an zerebraler Kinderlähmung leidet, habe ihm viel beigebracht: "Zum Beispiel, dass man jedes Problem lösen kann." Er sei sein bester Freund und in seinen Augen sei der McLaren-Mercedes-Pilot Weltmeister - dieser Gedanke habe ihm ebenfalls in der Stunde der Niederlage geholfen.

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Der Brite gibt zu, dass er in der ersten Runde des Brasilien-Grand-Prix' einen Fehler machte, als er sich hinter Fernando Alonso verbremste und dadurch auf den achten Rang zurückfiel. Später streikte das Getriebe: "Ich war im Leerlauf, obwohl die Instrumente den vierten Gang anzeigten." Dies sei ein technisches Problem gewesen, schließlich sei er "nicht so blöd, in den Leerlauf zu schalten".

Anstatt sich auf den Urlaub zu freuen ("Keinen einzigen Tag!"), fiebert der Rennfahrer den Testfahrten entgegen ("Das wird ein Spaß"), die Mitte November beginnen werden. Ob mit oder Fernando Alonso im Team, das steht nach wie vor noch nicht fest: "Kimi im Team wäre cool, aber der ist ja bei Ferrari", meint Hamilton, stellt sich in jedem Fall wieder auf einen harten Wettbewerb mit dem Teamkollegen ein.

Hamiltons großes Idol ist der 1994 tödlich verunglückte Brasilianer Ayrton Senna, dessen Grab er in Sao Paulo besucht hat: "Muhammad Ali war der coolste Sportler aller Zeiten, Ayrton Senna der größte und beste Rennfahrer." Zwar könne man Senna nur schwer mit Michael Schumacher vergleichen, aber "wenn ich mein Geld auf einen von beiden setzen müsste, würde ich mich für Senna entscheiden".


Dass Senna in der Formel 1 sein Leben verlor, darüber denkt Hamilton nicht nach: "Ich habe keine Angst zu sterben. Ich liebe den Adrenalinkick, den die Gefahr bringt, andere springen dafür am Bungeeseil vom Hochhaus. Zum Glück ist die Sicherheit in der Formel 1 viel besser als früher." Ist Lewis Hamilton privat mit dem Auto unterwegs, bevorzugt er den gleichen forschen Stil wie auf der Piste: "Ein Beispiel: Ich blinke links, will die Spur wechseln, der Hintermann lässt mich nicht rein. Dann fahre ich einfach trotzdem rüber."

Trotz des Rummels um seine Person wohnt Hamilton nach wie vor in der Nähe von London, weil er diese Stadt liebt und dort seine Freunde hat. Genervt ist der Formel-1-Pilot von den Paparazzi, die schon für die eine oder andere angehängte Frauen-Geschichte sorgten. Dabei habe er "in meiner ganzen Karriere nur zwei oder drei Liebesbriefe bekommen. Und keinen einzigen Heiratsantrag."

Hamilton lebt im Moment ein typisches Single-Leben, hat sich von seiner Freundin Jodia Mia getrennt, weil sich nun alles um die Formel 1 dreht ("Da ist kein Platz mehr für die Liebe, Jodia liebt mich noch immer, ich habe auch starke Gefühle für sie - vielleicht kommen wir eines Tages wieder zusammen."), wäscht und bügelt selbst ("Das ist doch nicht schwer") und hat nicht einmal eine Putzfrau.

In jedem Fall bekommt Hamiltons Zukünftige einen perfekten und umweltbewussten Hausmann. "Ich trenne meinen Müll, ich fahre einen sehr sparsamen Diesel und ich stelle beim Duschen das Wasser ab, während ich mich einseife oder shampooniere", sagte er der 'BamS': "Allerdings gehe ich hauptsächlich deshalb sparsam mit Wasser um, weil viele Menschen in der Dritten Welt unter Dürre zu leiden haben. Deshalb ist mir Wasserverschwendung zuwider."

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