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Hamilton: "Bin glücklich und erleichtert"

05. Oktober 2007 - 15:30 Uhr

Nach dem Freispruch in der "'YouTube'-Affäre" ist Lewis Hamilton erleichtert, während ein Teil der Fahrer den Freispruch nicht nachvollziehen kann

Lewis Hamilton
Als Lewis Hamilton vor die Presse trat, war es bereits dunkel
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Lewis Hamilton ist vom Automobilweltverband FIA überraschend freigesprochen worden und kann sich mit einem Sieg am Sonntag in Shanghai zum jüngsten Formel-1-Weltmeister aller Zeiten krönen. "Ich bin glücklich und erleichtert. Jetzt kann ich mich ganz dem Rennen am Sonntag und dem Rest der WM widmen", sagte Hamilton nach der am Freitag um 20:15 Uhr Ortszeit verkündeten Entscheidung.

Nach einer einstündigen Anhörung in Shanghai sprachen die drei Rennkommissare um den deutschen FIA-Vizepräsidenten Hermann Tomczyk "wegen der außergewöhnlich schlechten Bedingungen" beim Großen Preis von Japan am vergangenen Sonntag keine Strafe gegen den WM-Spitzenreiter aus.

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Hamilton hatte mit seiner fragwürdigen Fahrweise hinter dem Safety Car zum Unfall zwischen den ebenfalls verhörten Sebastian Vettel und Mark Webber beigetragen. Die ursprünglich ausgesprochene Strafe gegen Vettel, der um zehn Startplätze nach hinten versetzt worden war, wurde in eine Verwarnung verwandelt.

Hamilton geht mit einem Vorsprung von zwölf Punkten auf seinen Erzrivalen Fernando Alonso im zweiten McLaren-Mercedes in den Großen Preis von China am Sonntag. Das Rennen ist wegen eines aufziehenden Taifuns mit Windgeschwindigkeiten bis 240 km/h und starkem Regen jedoch gefährdet. Unter ähnlich schwierigen Bedingungen war es beim Regenrennen in Japan zu den Vorfällen rund um Hamilton gekommen, die durch ein 'YouTube'-Video eines Fans mit dem virtuellen Namen "Smoker893" aufgedeckt worden waren.

"Nach Ansicht des Originalfilms, des neuen Films und der Erklärungen der Fahrer ist deutlich geworden, dass die Bedingungen außergewöhnlich schlecht und noch schlechter als bei den zuvor hinter dem Safety Car gestarteten Rennen waren", begründeten die Rennkommissare den doppelten Freispruch. Normale Maßstäbe seien nicht anzulegen.

Wie die Mehrheit der Formel-1-Fans hatten auch die Fahrerkollegen beim gemeinsamen Briefing vor der Anhörung eine komplett andere Meinung vertreten und sich geschlossen gegen Hamilton gestellt. Die Fahrmanöver des 22-jährigen Briten, der bei starkem Regen am Mt. Fuji in einer Linkskurve plötzlich nach rechts gezogen und gebremst hatte, wurden scharf verurteilt.

"Es ist unmöglich, was Hamilton gemacht hat. Eine Strafe wäre angemessen", hatte Nick Heidfeld erklärt. Webber, der Hamilton einen "Scheißjob" hinter dem Safety Car attestiert und ihn am Unfall mitschuldig gemacht hatte, griff den jungen Briten scharf an. Vettel konnte mit Blick auf seinen Freispruch mit der Entscheidung leben: "Irgendwann muss der Wahnsinn ja mal aufhören".

Vor dem 16. von 17 WM-Läufen führt Hamilton mit 107 Punkten vor Alonso (95) und Räikkönen (90). Er sieht sich vollends im Recht: "Ich habe nichts falsch gemacht, eine Strafe wäre eine Schande für den Sport gewesen. Andere haben versucht, mir die Schuld in die Schuhe zu schieben."

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