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São Paulo: Ferrari-Bestzeit bei verregnetem Auftakt

19. Oktober 2007 - 16:02 Uhr

Kimi Räikkönen erzielte in der wegen Regens ereignislosen ersten Session beim WM-Finale Bestzeit vor seinem Teamkollegen - Fernando Alonso ohne Zeit

Kimi Räikkönen
Kimi Räikkönen sicherte sich in São Paulo die erste Bestzeit des Wochenendes
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - So spannend das große Dreier-WM-Finale am Sonntag mit Sicherheit wird, so langsam startete die Formel 1 heute Morgen in den Grand Prix von Brasilien in Interlagos bei São Paulo: Das 4,309 Kilometer lange Autodromo Carlos Pace bot wegen Regens keine optimalen Trainingsbedingungen, so dass in den ersten 90 Minuten dieses Wochenendes recht wenig los war.

Titelverteidiger Fernando Alonso (McLaren-Mercedes) trieb das Wartespielchen am extremsten, absolvierte zu Beginn nur eine Installationsrunde, schenkte sich aber alles weitere und schien daher gar nicht erst im Klassement auf. So wie er verzichteten auch die beiden BMW Sauber F1 Team Piloten Nick Heidfeld und Robert Kubica sowie Renaults Giancarlo Fisichella ganz darauf, für einen ernsthaften Run rauszufahren.

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Später Start der Topfavoriten

Aber auch die übrigen Favoriten ließen sich recht lange bitten, ehe sie ihre Programme aufnahmen, denn in der ersten Stunde waren nur Mittelfeldfahrer und Nachzügler unterwegs. Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) war der erste der drei WM-Favoriten, der hinausfuhr, schließlich muss er ja noch die Strecke kennen lernen - und nach zehn recht vorsichtigen Runden hatte er 1,541 Sekunden Rückstand auf die Spitze.

Diese bildeten zunächst die beiden Ferraris, die im Regen eine Klasse für sich waren: Anfangs setzte Felipe Massa (10 Runden) eine Bestzeit nach der anderen, am Ende hatte aber Kimi Räikkönen (9 Runden) mit einer Bestzeit von 1:19.580 Minuten die Nase um 0,482 Sekunden vor seinem brasilianischen Teamkollegen. Für den Rest des Wochenendes hat das freilich nichts zu bedeuten, denn aufgrund der Bedingungen waren die erzielten Zeiten so gut wie nichtig.

Ungeachtet dessen erzielten die deutschen Piloten im ersten Freien Training gute Platzierungen: Nico Rosberg (Williams-Toyota/+ 1,484/14 Runden) wurde Vierter, Ralf Schumacher (Toyota/+ 1,663/22 Runden), der lange Bestzeit hielt, Sechster, Sebastian Vettel (Toro-Rosso-Ferrari/+ 2,018/22 Runden) Siebenter. Letzterer leistete sich mit dem Ablaufen der Zeit allerdings einen der ob der Verhältnisse ansonsten eher seltenen Ausritte.

Kovalainen im Regen wieder stark

Fernando Alonso
Hatte kurz den Helm auf, nahm ihn aber gleich wieder ab: Fernando Alonso
© xpb.cc

Auffällig ansonsten nur, dass Heikki Kovalainen (Renault/+ 1,249/19 Runden) nach Platz zwei im Regenchaos von Fuji auch heute wieder seine Qualitäten auf nasser Fahrbahn unter Beweis stellte, während Grand-Prix-Debütant Kazuki Nakajima, der im Williams-Toyota Alexander Wurz ersetzt, mit 3,681 Sekunden Rückstand 16. wurde - nach fehlerlosen 26 Runden. Damit reihte er sich übrigens unmittelbar hinter Adrian Sutil (Spyker-Ferrari/+ 3,668/30 Runden) ein.

Die Aussagekraft dieses Resultats kann man gut und gerne vernachlässigen, allerdings hat Räikkönen zumindest psychologisch mal auf 1:0 gegen die McLaren-Mercedes-Piloten gestellt. Dass Alonso gar nicht unterwegs war, verwundert ein wenig, schließlich hätte er für ein etwaiges Regenrennen Erfahrungen sammeln können, aber offenbar empfand er es nicht als notwendig, dies zu tun - was für seine Coolness spricht...

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