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Ecclestone befürchtet: Prodrive 2008 nicht am Start

19. Oktober 2007 - 16:18 Uhr

In den Augen des Formel-1-Boss' hat David Richards bereits aufgegeben - dennoch ist der Brite derzeit glücklich, dank "seines" neuen Superstars Hamilton

Bernie Ecclestone
Ecclestone glaubt nicht mehr daran, dass Prodrive 2008 mitmischen wird
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Bernie Ecclestone hatte Glück, denn der Brite war kurzfristig nicht nach Shanghai gereist und kann "dank" des Patzers von Lewis Hamilton in China die Entscheidung im Kampf um den WM-Titel in Sao Paulo live miterleben.

Jüngst hat der Formel-1-Boss Aussagen dementiert, wonach es für ihn eine Katastrophe wäre, sollte Fernando Alonso oder Kimi Räikkönen Weltmeister werden, hätten diese seiner Meinung nach doch zu wenig für den Sport getan.

Anschließend ruderte der 76-Jährige zurück und erklärte, dass er keinen Favorit im Kampf um den WM-Titel habe. Unabhängig davon erklärte der Brite am Freitag in Sao Paulo, dass Hamilton den Titel am meisten verdient hätte.

"Ich denke, dass es Hamilton verdient, die Krone zu halten", wird Ecclestone von 'autosport.com' zitiert. Der 22-Jährige habe nicht nur großartige Arbeit geleistet, er habe der Formel 1 auch einen großen Dienst in Bezug auf ihre Popularität in der ganzen Welt erwiesen: "Die Leute scheinen sich auf Großbritannien zu konzentrieren, aber das ist weltweit der Fall."

Hilfreich bei der Vermarktung der Formel 1 sei der Umstand, dass Hamilton eine dunkle Hautfarbe hat - je vielfältiger das Starterfeld, desto besser: "Es ist schade, dass er nicht auch jüdisch ist, denn dann hätten wir ein viel größeres Publikum", scherzt Ecclestone und meint anschließend, dass Hamilton als Muslim ein noch bessere Zuschauermagnet wäre.

Weniger erfreut ist Ecclestone derzeit hingegen angesichts der Entwicklungen hinter den Kulissen, die dazu führen dürften, dass Prodrive doch nicht wie geplant als zwölftes Team in die Formel 1 einsteigen kann, weil nach wie vor kein neues Concorde Agreement steht, das die Verwendung von "Kunden-Autos" regeln soll. Zudem droht das Williams-Team rechtliche Schritte an, sollte der Rennstall mit McLaren-Mercedes-Autos an den Start gehen.

"Ich denke, dass sie sich dazu entschieden haben, aufzugeben, oder? Ich denke, das haben sie getan", meint Ecclestone, der jedoch zugibt, "keine Ahnung" zu haben, was mit dem Team passieren wird. Nach wie vor kann man davon ausgehen, dass Prodrive mit dem Projekt fortfährt, wenn das Berufungsgericht der FIA grünes Licht für die Verwendung von Kundenautos gibt.

Es sei für David Richards "schade", schließlich sei das Tema "aufgeregt" gewesen, in den Sport einzusteigen. Unabhängig davon wäre es Ecclestone übrigens lieber, würde der 12. Slot in der Formel 1 an einen Konstrukteur gehen und nicht an ein Team. Allerdings bewarb sich damals kein aussichtsreicherer Kandidat als Prodrive auf den Platz, nicht wie erhofft ein großer Konzern wie Volkswagen oder General Motors.

Der Formel-1-Boss betont, dass ein Team wie Prodrive mit einem Budget von 75 Millionen Euro wohl ein siegfähiges Auto hätte, während andere Teams hunderte von Millionen ausgeben, um konkurrenzfähig zu sein.

Ecclestone geht derzeit davon aus, dass es 2008 elf Teams geben wird und man müsse nun abwarten, was sich in Bezug auf 2009 und den 12. Platz tun wird. Es gebe "ein oder zwei" Hersteller, die laut "Mr. E." ein Auge auf die Formel 1 werfen.

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