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Ecclestone: Hamiltons Titel wäre nicht getrübt

18. Oktober 2007 - 17:53 Uhr

Trotz der Spionageaffäre findet Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone, dass Lewis Hamilton ein würdiger Weltmeister wäre

Bernie Ecclestone
Bernie Ecclestone macht keinen Hehl aus seiner Sympathie für Lewis Hamilton
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone ist davon überzeugt, dass ein etwaiger erster WM-Gewinn von Lewis Hamilton am Sonntag in Brasilien nicht der letzte bleiben würde: "Es gibt keine Grenzen", erklärte der Brite in São Paulo. "Er kann ein paar Weltmeisterschaften gewinnen und sich einen großen Namen machen."

Kritiker unken freilich, dass ein WM-Titel des McLaren-Mercedes-Piloten mit einem Makel behaftet wäre, schließlich waren die Silberpfeile in den leidigen Spionageskandal um Ferrari verwickelt. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hatte sogar betont, jeder WM-Titel für die Silberpfeile wäre eigentlich auch einer für Ferrari, weil schließlich Ferrari-Technologie im MP4-22 stecke. Das sieht Ecclestone aber ein wenig anders.


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"Selbst wenn sie einen technischen Vorteil hatten, würde das nicht die guten Fahrten von Lewis überschatten. Er hätte von mir aus auch einen stärkeren Motor als alle anderen haben können, denn er hat einfach einen tapferen Job gemacht. Einige seiner Überholmanöver in diesem Jahr waren außergewöhnlich. Wenn man seinen Helm wechseln und durch den von 'Schumi' austauschen würde, könnte man meinen, Lewis sei Schumacher", so Ecclestone.

"Als Schumacher Ende vergangener Saison zurückgetreten ist, haben alle aufgeschrieen: 'Die Formel 1 ist am Ende!' Das Gleiche haben sie gesagt, als Ayrton Senna starb. Aber wir hatten Glück, weil immer ein Neuer daherkam - Schumacher nach Senna und nun Lewis. In den meisten Ländern ist Lewis schon jetzt populärer als Michael", gab der 76-jährige Formel-1-Zampano abschließend zu Protokoll.