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Die Renault-Piloten im Doppel-Interview

08. Oktober 2007 - 13:07 Uhr

Lesen Sie, was Heikki Kovalainen und Giancarlo Fisichella über den Großen Preis von China in Shanghai zu sagen haben

Giancarlo Fisichella
In den Augen von Fisichella hätte das Rennen noch länger dauern können
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Reise nach Shanghai hat sich für die Piloten des Renault-Teams nicht wirklich gelohnt: Erstmals seit mehr als einem Jahr schrieb der amtierende Konstrukteurs-Weltmeister eine Nullrunde. Heikki Kovalainen und Giancarlo Fisichella erläutern im Team-Interview, wie es dazu kam.

Frage: "Wie ist euer Rennen hier in China verlaufen?"
Heikki Kovalainen: "Die ersten Runden waren für mich schlichtweg desaströs. Am Start konnte ich drei Konkurrenten direkt überholen, dann musste ich jedoch vier wieder vorbeilassen, weil mein Auto sehr stark untersteuert hat. Das wäre alles noch schlimmer geworden, hätte mich mein Team nicht zum genau richtigen Zeitpunkt zum Wechsel auf Trockenreifen an die Box gerufen."

"Und doch konnte ich nicht das Optimum aus dieser Chance ziehen, denn ich kehrte genau hinter Kimi Räikkönen auf die Strecke zurück. Er fuhr noch auf Regenpneus, und für mich bot sich erst sehr spät eine Gelegenheit, ihn abseits der trockenen Linie zu passieren. Das kostete mindestens acht Sekunden, die mir am Ende bitter gefehlt haben."

Giancarlo Fisichella: "Aufgrund der Strategie war auch mein Renault R27 zu Beginn des Rennens viel schwerer als die Autos unserer Kontrahenten, das hat uns nicht in die Karten gespielt. Etwas weniger Sprit an Bord hätte unsere Chancen deutlich erhöht. Wie Heikki bereits erwähnte, war auch mein Boxenstopp eigentlich perfekt getimt. Mit Rillen-Slicks konnte ich gleich mehrere Positionen wieder aufholen."

Frage: "Als die Strecke abgetrocknet war, konntet ihr sehr schnell fahren..."
Kovalainen: "Ja, am Ende waren wir sehr flott unterwegs. Ich lief schon bald auf David Coulthard auf, konnte ihn aber nicht mehr schnappen, obwohl ich viel schneller fahren konnte als er. Aber ich darf mich nicht beklagen, denn ein Teil der heutigen Misere muss ich mir selbst zuschreiben: Hätte ich im Qualifying nicht diesen Fehler begangenen, wäre unsere Ausgangslage deutlich besser gewesen. Das Team hätte ein besseres Resultat verdient gehabt. Rang vier lag durchaus in Reichweite."

Fisichella: "Aus meiner Sicht war das Rennen hier in Shanghai einfach zu früh zu Ende! Noch ein paar Runden mehr hätten mir gut gefallen. Am Ende bin ich natürlich vom elften Rang sehr frustriert. Allein schon deshalb, weil ich so viele andere Fahrer habe überholen können. Dem Potenzial unseres Renault R27 entspricht dieses Ergebnis auf jeden Fall nicht."

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