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Die Geschichte zeigt: Auch Alonso hat gute Titelchancen

08. Oktober 2007 - 13:44 Uhr

Im Saisonfinale kämpfen drei Fahrer um den WM-Titel - die Vergangenheit hat gezeigt, dass Alonso noch gute Chancen hat, den WM-Titel zu verteidigen

Fernando Alonso
Fernando Alonso hat durchaus die Chance, seinen WM-Titel zu verteidigen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Mit 107 WM-Punkten wird Lewis Hamilton in zwei Wochen in das Saisonfinale in Sao Paulo gehen und hat damit 4 WM-Zähler Vorsprung auf Teamkollege Fernando Alonso und 7 auf Kimi Räikkönen im Ferrari.

Ein Blick auf die Geschichte der Formel 1 zeigt, dass Fernando Alonso zumindest statistisch gesehen gute Chancen im Kampf um den WM-Titel hat, auch wenn er sich rechnerisch nur in der zweitbesten Position befindet und somit nicht der Favorit ist.

Das letzte Mal, als drei Fahrer als Titelkandidaten zum WM-Finale reisten, erlebte die Formel 1 in der Saison 1986, als Hamiltons Landsmann Nigel Mansell vor Alain Prost und Nelson Piquet vor dem Saisonfinale in Adelaide in Führung lag. Doch es gewann Prost, weil Mansell einen Reifenschaden zu beklagen hatte.

Nicht nur das Rennen in Shanghai hat gezeigt, wie schnell einem Piloten ein Rennen aus der Hand gleiten kann - auch die Geschichte der Formel 1 hat gezeigt, dass im letzten Saisonrennen alles passieren kann.

Von den zehn Saisonfinalen mit drei Titelkandidaten wurde nur fünf Mal jener Fahrer Weltmeister, der als WM-Führender in das letzte Rennen ging, vier Mal wurde der vor dem Saisonfinale Zweitplatzierte Champion, ein Mal der Drittplatzierte.

Fernando Alonso hat also durchaus die Möglichkeit, sich berechtigte Hoffnungen zu machen, Sao Paulo als Weltmeister zu verlassen, auch wenn er seine Chancen als gering einstuft - ganz zu schweigen von Kimi Räikkönen.

Die Strecke ist für Hamilton neu - das dürfte aber kein großer Nachteil sein, schließlich gewann Hamilton dieses Jahr schon auf Kursen, die für ihn zuvor Neuland waren.

Es wird darauf ankommen, dem enormen Druck zu widerstehen, der auf den Fahrern lastet. Alle drei Fahrer haben in der Vergangenheit gezeigt, dass sie unter großem Druck nicht einknicken. Und wie immer braucht auch der zukünftige Weltmeister der Saison 2007 eine Portion Glück.

Alle Showdowns mit drei Fahrern im Überblick
1950: GP von Italien: Fangio 26, Fagioli 24, Farina 22 (WM)
1951: GP von Spanien: Fangio 27 (WM), Ascari 25, Gonzalez 21
1956: GP von Italien: Fangio 30 (WM), Collins 22, Behra 22
1959: GP der USA: Brabham 31 (WM), Moss 25,5, Brooks 23
1964: GP von Mexiko: G. Hill 39, Surtees 34 (WM), Clark 30
1968: GP von Mexiko: G. Hill 39 (WM), Stewart 36, Hulme 33
1974: GP der USA: Fittipaldi 52 (WM), Regazzoni 52, Scheckter 45
1981: GP der USA Las Vegas: Reutemann 49, Piquet 48 (WM), Laffite 43
1983: GP von Südafrika Prost 57, Piquet 55 (WM), Arnoux 49
1986: GP von Australien: Mansell 70, Prost 64 (WM), Piquet 63
2007: GP Brasilien: Hamilton 107, Alonso 103, Räikkönen 100

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