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Dennis schießt gegen die spanischen Medien zurück

08. Oktober 2007 - 11:01 Uhr

Erneut werfen die spanischen Medien McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis vor, Fernando Alonso nicht gleichzubehandeln - der Brite wehrt sich

Ron Dennis
Ron Dennis: Eigentlich kann man darüber nur noch lachen...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Natürlich ist es irgendwo verständlich, dass sich die spanischen Medien hinter "ihren" Fahrer Fernando Alonso stellen, dass sie jedoch jede einzelne Zuckung der Teammitglieder interpretieren, das geht McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis zu weit.

Der Brite musste sich verteidigen, weil er nach dem Ausrutscher von Lewis Hamilton in Shanghai ins Kiesbett neben der Boxengassen-Einfahrt entsetzt auf den Monitor über sich starrte und mit der Hand gestikulierte, als wollte er selbst seinen Fahrer aus der misslichen Lage befreien. Der Vorwurf der spanischen Medien: Dennis habe bei Alonsos schwerem Abflug eine Woche zuvor in Fuji wesentlich weniger aufgeregt reagiert.

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"Als Fernando seinen Unfall hatte, wurde das Auto zerstört", erklärte der Brite in China gegenüber spanischen Journalisten. "Da gab es nichts mehr, was man hätte tun können. Sie entscheiden sich immer dazu, sich nur eine Seite der Medaille anzuschauen. Sie kommen nie zu mir, um sich nach meiner Meinung zu erkunden", beschwerte sich der 60-Jährige über das Verhalten der spanischen Berichterstatter.

Der McLaren-Mercedes-Teamchef dementierte ferner, dass man Alonso beim Saisonfinale in Sao Paulo Hürden in den Weg stellen wird, damit dieser nicht Weltmeister wird, sondern Teamkollege Lewis Hamilton: "Haben Sie irgendetwas gesehen, dass Sie dazu veranlasst, anders zu denken? Da gibt es nichts. Meine Absicht ist es, beiden Piloten die gleichen Chancen zu geben."

Nach der Qualifikation am Samstag in Fuji, die Fernando Alonso mit rund sechs Zehntelsekunden Rückstand auf Hamilton beendete, hatte dieser sich über den Reifendruck gewundert: "Ich denke, dass sie das noch untersuchen, aber ich denke, dass der Reifendruck ziemlich hoch war, höher als normal".

Doch auch hier verteidigt Dennis sein Team: "Der Reifendruck war absolut korrekt und die Runde von Lewis war einfach sehr gut - das ist alles. Wir werden immer in der Lage sein zu zeigen, dass unsere Handlungen korrekt und unparteiisch sind."

Derzeit weichen Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug und Ron Dennis der Frage nach der Zukunft von Fernando Alonso im Team aus - man werde sich diesbezüglich nach dem letzten Saisonrennen unterhalten. Dies kann nicht gerade als Bestätigung der weiteren Zusammenarbeit interpretieren. "Wir fühlen uns nicht wohl, wenn sich einer unserer Fahrer unwohl fühlt", kommentierte Dennis am Sonntag.

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