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Dennis: Prodrive-Projekt liegt auf Eis

21. Oktober 2007 - 14:25 Uhr

Aufgrund der unklaren Situation rund um die Verwendung von "Kunden-Autos" kann eine Partnerschaft erst nach Lösung der Probleme aufgenommen werden

Ron Dennis
Ron Dennis hält die Tür für Kollege David Richards nach wie vor offen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Anfang Oktober tauchten in Großbritannien Berichte auf, wonach die Verhandlungen zwischen Prodrive und McLaren-Mercedes gescheitert sind. Das Prodrive-Team, das kommendes Jahr als zwölftes Team in die Formel 1 einsteigen möchte, wollte mit Chassis von McLaren und Motoren von Mercedes ins Rennen gehen

Den Berichten zufolge hat McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh die Belegschaft informiert, dass man den Plan einer Partnerschaft mit Prodrive nicht weiter verfolgen wird. Zu dem Gerücht wollten sich bisher weder McLaren noch Prodrive äußern.


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Prodrive-Boss David Richards hatte ursprünglich vor, im Sommer seinen Partner vorzustellen, der die Chassis und die Motoren ab der Saison 2008 bereitstellt. Diesbezüglich galt McLaren-Mercedes seit jeher als Favorit auf eine Kooperation.

Seitens des potentiellen Partners gab es den ausdrücklichen Wunsch, bis Ende Juli eine Vereinbarung zu unterzeichnen, da man natürlich die entsprechenden Ressourcen aufbauen muss. Bedingung war auch eine Vereinbarung über eine langfristige Kooperation, damit sich die Investitionen für den britisch-deutschen Rennstall rechnen.

Eingebremst wurde Richards eigener Aussage zufolge jedoch durch das nicht existente neue Concorde Agreement, das nach wie vor auf sich warten lässt. Dort sollten die Bedingungen für den Einsatz der so genannten "Kunden-Autos" verbindlich geregelt werden.

Die Teams Williams und Spyker wehren sich weiterhin mit allen Mitteln gegen die Zulassung von "Kunden-Autos" ab der kommenden Saison. Williams hat sogar beim Internationalen Berufungsgericht der FIA einen Protest gegen Prodrive angeregt. Am 24. Oktober soll nach einem Vorstoß von FIA-Präsident Max Mosley die FIA nun endgültig festlegen, ob das geplante Vorhaben von Richards rechtmäßig ist oder nicht.

Am Rande des Großen Preises von Brasilien hat Dennis verraten, dass man sich bereits "auf einen Vertrag komplett geeinigt" hatte: "Es traten zwei Probleme auf, eines davon war jedoch leicht zu beheben und bezog sich auf Garantien. Aber es gab einen Stolperstein, da absolute Klarheit darüber erwünscht war, den Einstieg als McLaren-Kunde für gültig zu bestätigt zu bekommen. Dies war etwas, das wir nicht in der Hand hatten."

Der Brite versichert, dass man nach wie vor hinter dem Projekt steht, auf das man sich bereits grundsätzlich geeinigt hatte, sollte das Berufungsgericht kommende Woche grünes Licht für die Verwendung von "Kunden-Autos" geben und ein neues Concorde Agreement abgesegnet werden: "Wir haben das Programm unterstützt. Wenn die Probleme gelöst sind, dann können sie auf uns zurückkommen und wir können dort weitermachen, wo wir aufgehört haben."

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