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Bernie Ecclestone und der London-Grand-Prix

25. Oktober 2007 - 14:38 Uhr

Erst die Absage, dann die Hoffnung: In den Augen von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone ist ein Formel-1-Rennen in London nicht vom Tisch

Bernie Ecclestone
Ecclestone: Einfach nur dahin gesagt oder ist ein London-Grand-Prix realistisch?
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Im Juli dieses Jahres hatte Formel-1-Boss Bernie Ecclestone einem Großen Preis in London einer Absage erteilt. Der Vertrag über die Ausstrahlung des Großen Preis von Großbritannien in Silverstone läuft mit den Veranstaltern zwar Ende des kommenden Jahres aus, aber dennoch sah der Brite im Sommer keine Möglichkeit, die "Königsklasse des Motorsports" in die Hauptstadt zu holen.

Ecclestone erklärte damals gegenüber der 'BBC', dass er mit Londons Bürgermeister Ken Livingstone über ein Formel-1-Rennen in der Stadt gesprochen hat: "Das wäre zu teuer. Da hätte man schrecklich viel Arbeit erledigen müssen. Der entsprechende Ort würde für sechs Wochen auf den Kopf gestellt werden. So schön wie das auch wäre - ich denke nicht, dass es möglich wäre."

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Die Traumvorstellung des Briten - Frankreich-Grand-Prix in Paris, Großbritannien-Grand-Prix in London und USA-Grand-Prix in New York - dürfte also der problematischen Organisation eines solchen Rennens zum Opfer fallen, das einen Teil der Millionen-Metropole lahm legen würde.

Das Thema hatte Ecclestone übrigens eigentlich schon 2004 zu den Akten gelegt, als die Gespräche mit Livingstone nach Veranstaltung einer Formel-1-Demonstartion in der 'Regent Street' mitten in London stattgefunden hatte. Damals kamen rund eine halbe Million Menschen, um sich das Spektakel anzuschauen.

Der Bürgermeister sei zwar sehr unterstützend gewesen, aber die Stadt habe nicht das notwendige Geld für einen derart großen Event: "Das Geld, das sie bereitgestellt hätten, hätte bei weitem nicht ausgereicht."

Auch eine Verbindung zwischen den Olympischen Spielen im Jahr 2012 und der Formel 1 schließt Ecclestone aus: "Ich weiß nicht, wie man das miteinander verbinden soll. Die Olympischen Spiele stehen für sich allein. Sie brauchen keinerlei Unterstützung."

Finanzielle Unterstützung brauchen hingegen die Veranstalter des Rennens in Silverstone, die kürzlich ihre Pläne für eine umfangreiche Modernisierung und Aufwertung der Anlage vorgelegt hatten. Wie man dies finanzieren möchte, ist hingegen nach wie vor unklar, da es seitens der Regierung keine finanzielle Hilfe geben soll.

Zu allem Überfluss erklärte Ecclestone nun in einem Interview mit dem Londoner 'Evening Standard', dass die Idee eines London-Grand-Prix "nicht tot" ist: "Es wäre großartig, wenn wir eines (ein Rennen) austragen könnten." Und Ecclestone träumt sogar schon von einem Nachtrennen, wie es Singapur kommenden September erstmals austragen wird: "Wenn sie das tun könnten, dann sollten wir es machen."

Warum der 76-Jährige nun wieder diese Idee aufnimmt, wirft Fragen auf. Optimisten sagen, dass ihn die großartigen Erfolge von Lewis Hamilton dazu ermutigt haben, das Projekt wieder aufleben zu lassen, andere sagen, dass der clevere Geschäftsmann diese Aussage nur streut, um Silverstone unter Druck zu setzen.