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Bartels: Ferrari hätte früh auf Stallorder setzen müssen

14. Oktober 2007 - 15:35 Uhr

Michael Bartels hätte Ferrari wie einst zu Schumacher-Zeiten mit einer klaren Nummer 1 und einer Nummer 2 in die Weltmeisterschaft 2007 geschickt

Felipe Massa und Kimi Räikkönen
Felipe Massa nahm Kimi Räikkönen in dieser Saison einige Punkte weg
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Der ehemalige Formel-1-Pilot Michael Bartels hat deutliche Kritik an der Ferrari-Strategie in dieser Saison geübt. Sollte Kimi Räikkönen beim WM-Finale am Sonntag den Titel nicht holen, habe er das in erster Linie "der falschen Taktik" seines Arbeitgebers zu verdanken, sagte Bartels dem 'sid'.

Das Problem sei, dass Ferrari zwei gleichwertige Fahrer habe, die sich deshalb in der entscheidenden Phase die Punkte gegenseitig weggenommen haben. Mal sei Räikkönen vor seinem Teamkollegen Felipe Massa gewesen, mal war es umgekehrt. "So kann man eigentlich nicht Weltmeister werden", meinte der 39-Jährige aus Plettenberg.

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Bartels ist davon überzeugt, dass Räikkönen den Rückstand auf das in der Gesamtwertung führende Silberpfeil-Duo im letzten Rennen nicht mehr aufholen kann. Vor dem anstehenden Showdown in Brasilien führt der britische Neuling Lewis Hamilton mit 107 Punkten und damit vier Zählern Vorsprung vor seinem McLaren-Mercedes-Teamkollegen und Titelverteidiger Fernando Alonso.

Räikkönens Rückstand auf Hamilton beträgt sieben Punkte, obwohl der Finne schon fünf Rennen in dieser Saison gewann - jeweils eines mehr als seine beiden Gegenspieler. Bartels: "Man muss sich nur mal die Punkte ausrechnen, die Ferrari verschenkt hat, weil sie nicht rechtzeitig auf einen Fahrer gesetzt und den dann auch zur Nummer eins gemacht haben."

Es gebe bei Ferrari keine klare Rangordnung wie es sie noch zu Zeiten von Michael Schumacher gegeben habe. "So aber schadet man sich selbst nur und macht den Gegner stark. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass Räikkönen die Silberpfeil-Piloten noch einholt", sagt Bartels.