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BMW Sauber F1: Von der Idylle in die boomende Metropole

01. Oktober 2007 - 08:55 Uhr

Kaum war der Große Preis von Japan beendet, begab sich das BMW Sauber F1 Team auch schon nach China, wo am Sonntag in Shanghai gefahren wird

Nick Heidfeld
Nick Heidfeld freut sich auf seine Lieblingskurven-Kombination
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nur wenige Tage und die Entfernung von gut drei Flugstunden liegen zwischen dem am Sonntag beendeten Großen Preis von Japan und dem vorletzten WM-Lauf der Saison, der am kommenden Sonntag in Shanghai ausgetragen wird. Von der Idylle am Fuße des Mount Fuji reist die Formel 1 jetzt in eine boomende Metropole.

"Die Kurven eins, zwei und drei gehören zu meinen Lieblingspassagen des Rennkalenders", so Nick Heidfeld. "Man kommt mit hohem Tempo an der ersten Kurve an, der Eingang geht auch noch mit Vollgas, aber dann macht der Bogen immer weiter zu. Man muss bis in den zweiten Gang runter schalten. Da ordentlich hinauszukommen, wird im kommenden Jahr noch interessanter, wenn wir wieder ohne Traktionskontrolle fahren."

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"Der Kurs gefällt mir insgesamt recht gut. Obwohl er so neu ist, wirkt die Streckenführung natürlich und hat Charakter. Das Fahrerlager und die Tribünen sind auch unverwechselbar und in ihren Ausmaßen einfach gigantisch."

"Für einige Bauten in der Innenstadt Shanghais gilt das genauso, aber die hypermodernen Wolkenkratzer, die Hotels und die Restaurants am Bund sind nur ein Teil des Bildes. In vielen Vierteln und im Umland gibt es bittere Armut. In diesem Jahr begleitet mich meine Familie auf der Asien-Reise, und ich hoffe, dass wir ein wenig Zeit finden, um uns gemeinsam die schönen Seiten der Stadt anzusehen."

"Wir reisen von Fuji direkt nach Shanghai", so Kubica. "Der Große Preis von China war für mich im vergangenen Jahr ein ziemlich interessantes Rennen - das Qualifying war auf nasser Strecke, und dann hatte ich kurz nach dem Start eine Kollision mit Robert Doornbos. Ich habe viele Plätze wieder gutmachen können, aber als die Strecke begann abzutrocknen, haben wir zu früh auf Trockenreifen gewechselt."

"Der Kurs ist recht schön und hat eine lange Gerade. Überholen könnte am Ende der langen Gegengeraden möglich sein. Die ist wirklich lang, aber die Sache ist trotzdem nicht ganz einfach, weil direkt davor eine richtig schnelle Rechtskurve ist, in der es schwierig ist, sehr dicht hinter jemandem herzufahren."

Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor: "Nach dem Rennen in Fuji geht es sofort weiter mit dem Großen Preis von China in Shanghai. Ein Doppelpack ist für alle im Team immer eine besondere Belastung - das gilt umso mehr, wenn beide Rennen hintereinander in Asien stattfinden. Vor allem die Logistiker sind gefordert. Wir freuen uns auf das vorletzte Saisonrennen."

"Die Dimensionen der Anlage in Shanghai sind unübertroffen, und die Streckenführung ist anspruchsvoll. Aus Sicht von BMW als Automobilhersteller und all unserer Partner ist der Große Preis von China kommerziell von größtem Interesse. Dieser Markt hat enormes Wachstumspotenzial. 2006 hat BMW über 40 Prozent Zuwachs gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. BMW verfügt in China auch über eine eigene Produktionsstätte, in der BMW 3er und BMW 5er Modelle hergestellt werden."

Willy Rampf, Technischer Direktor: "Die Strecke von Shanghai hat einen interessanten und anspruchsvollen Verlauf. Sie bietet die Möglichkeit zum Überholen und hat sichere Auslaufzonen. Der Kurs ist geprägt von einigen sehr langen Kurven im langsamen und mittelschnellen Bereich, was eine erhöhte Beanspruchung für die Reifen bedeutet."

"Um im Rennen schnell zu sein, ist die richtige mechanische Abstimmung wichtig, damit die Reifen auch auf die Distanz optimal genutzt werden können. Ein weiterer wichtiger Faktor ist eine hohe aerodynamische Effizienz aufgrund der langen Geraden in Kombination mit dem Infield."