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Auf der Couch: "Schumi" drückt Räikkönen die Daumen

18. Oktober 2007 - 12:42 Uhr

Michael Schumacher wird nicht zum WM-Finale nach Brasilien kommen, fiebert aber natürlich mit Ferrari und Kimi Räikkönen mit

Michael Schumacher
Im Vorjahr beendete Michael Schumacher in Brasilien seine Karriere
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Vor einem Jahr kämpfte er in São Paulo im letzten Rennen seiner einzigartigen Karriere selbst noch um den WM-Titel, am Sonntag wird Rekordweltmeister Michael Schumacher das Formel-1-Finale als "Sofa-Sportler" zu Hause verfolgen und seinem Ferrari-Nachfolger Kimi Räikkönen fest die Daumen drücken.

"So ein Finale wie das jetzt in Brasilien ist schon ein Knaller. Ich kann mich noch gut an die Anspannung vor solchen Wochenenden erinnern und ehrlich gesagt, bin ich ganz froh, dass ich das Rennen diesmal von der Couch zuhause aus verfolgen kann", erklärte der Kerpener auf seiner Homepage.

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Der erfolgreichste Formel-1-Pilot aller Zeiten, der noch als Berater für Ferrari tätig ist, hat das erste Jahr als Frührentner sehr genossen: "Alles in allem kann ich nur immer wieder sagen, dass es mir und meiner Familie in unserem jetzigen Leben wunderbar geht", meinte der 38-Jährige, auch wenn die Erinnerungen an die Duelle auf der Rennstrecke immer noch da sind - besonders an seine Abschiedsvorstellung in São Paulo.

"Es ist jetzt ein Jahr her, dass ich mein letztes Rennen gefahren bin, und ich habe im Nachhinein sehr gute Erinnerungen an dieses letzte Rennen in Interlagos", sagte Schumacher, der nach einem frühen Reifenschaden wie ein Löwe um seine letzte kleine WM-Chance gekämpft und am Ende Platz vier belegt hatte. Nach einer Gratulation für Weltmeister Fernando Alonso hatte er dann nach 250 Rennen, 91 Siegen und sieben WM-Titeln seinen Helm an den Nagel gehängt.

Große Duelle wie der Dreikampf zwischen Shooting-Star Lewis Hamilton, Alonso und Räikkönen hatten Schumacher schon in seiner aktiven Zeit fasziniert. 1994 holte er seinen ersten WM-Titel im Saisonfinale in Australien nach einer Kollision mit Damon Hill. Drei Jahre später zog er nach dem Rammstoß gegen Jacques Villeneuve beim letzten Rennen in Jerez ebenso den Kürzeren wie 1998 beim Finale in Suzuka gegen Mika Häkkinen. 2003 holte er wieder in Japan als Achter den letzten fehlenden Punkt im WM-Kampf gegen Räikkönen.

"Ich drücke Kimi und unseren Jungs ganz fest die Daumen."
Michael Schumacher

"Nicht nur als Fan, auch als Fahrer träumt man natürlich von so einem großen Kampf, und ich drücke Kimi und unseren Jungs ganz fest die Daumen", sagte der Kerpener. "Es wird ganz sicher ein aufregendes Rennen, wie ich auch die gesamte Saison sehr spannend fand."

Ein Lob verteilte Schumacher an das Ferrari-Team, das neben ihm auch den Technischen Direktor Ross Brawn ersetzen musste: "Ich fand es toll, dass wir trotz einiger technischer Probleme und der Veränderungen im Team immer konkurrenzfähig und stabil waren. Die Jungs haben wirklich einen sehr guten Job gemacht."

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