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Alonso erwartet für das Finale Gleichberechtigung - fast...

07. Oktober 2007 - 16:14 Uhr

Technisch erwartet Alonso in Sao Paulo keinen Nachteil gegenüber Hamilton zu haben - er ist jedoch sicher, dass das Team lieber Hamilton als Weltmeister hätte

Fernando Alonso
Fernando Alonso fühlt sich nach wie vor im Team nicht wohl
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Auch an diesem Wochenende sorgte Fernando Alonso mit seinen Aussagen vor dem Rennen für viel Aufsehen, wonach der WM-Titel in diesem Jahr abseits der Rennstrecke entschieden wurde, irgendjemand möchte, dass Lewis Hamilton sich die WM-Krone aufsetzen darf. Für das entscheidende Rennen in Sao Paulo erwartet Fernando Alonso jedoch eine Gleichbehandlung - zumindest auf der Rennstrecke.

Nach dem Qualifying, das er mit rund sechs Zehntelsekunden Rückstand hinter Lewis Hamilton beendete, hatte sich Alonso verärgert über Teamchef Ron Dennis und das McLaren-Mercedes-Team geäußert. Im Rennen kam durch den Ausfall Hamiltons für Alonso die unverhoffte Wende im Titelkampf. Hier müsste Alonso spätestens klar geworden sein, dass Hamilton vom Team nicht bevorzugt behandelt wurde, schließlich ließ man den 22-Jährigen auf heruntergefahrenen Reifen fahren.

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Nach seinen Äußerungen vor dem Rennen machte im Fahrerlager von Shanghai das Gerücht die Runde, dass Alonso schon in Brasilien für das Team nicht mehr fahren darf, was aber angesichts der Tatsache, dass der Spanier noch um den WM-Titel fährt, eine sehr abenteuerliche Theorie ist.

"Ich bin mir sicher, dass es eine Gleichberechtigung geben wird", erklärte Alonso laut 'autosport.com' nach dem Rennen gegenüber spanischen Medienvertretern. "Eine Sache ist wie sie fühlen, was sie über mich sagen, aber was sie auf der Strecke tun, ist eine andere Sache. Für gewöhnlich hatten sie zwei Autos, die exakt dieselben waren, die in der Lage waren, um den Sieg zu kämpfen."

"Ich denke, dass es auch in Brasilien so sein wird, es wird also alles von mir abhängen", glaubt Alonso, dass er um den WM-Titel fahren kann und darf. Unabhängig davon bleibt der 26-Jährige dabei, dass er den Eindruck hat, dass es dem Team lieber wäre, wenn Hamilton Champion wird.

"Die zweite Saisonhälfte war schwierig und ist es noch, aber ich denke, dass die Autos schlussendlich dieselben sein werden. Sie werden uns beide dieselben Möglichkeiten geben, ich denke, das müssen wir klarstellen. Diesbezüglich gibt es kein Problem, aber wir wissen, dass sie nie gefällige Gefühle gegenüber mir hegen."

Er hoffe, dass er beim Saisonfinale in Brasilien ein gleichwertiges Auto haben wird, dass man ein gutes Qualifying fahren kann und "dass alles, was hier passierte, einfach ein Zufall war und wir in Brasilien um die Pole fahren können", spricht Alonso nochmal seinen Eindruck an, dass im Qualifying in Shanghai nicht alles mit rechten Dingen zuging. "Dies wäre die einzige Chance, um um den Sieg fahren zu können. Wenn du nicht auf der Pole oder in der ersten Reihe stehst, dann ist es fast schon vorbei."

In Bezug auf die harsche Kritik gegenüber seinem Team vom Samstag meinte Alonso am Sonntag, dass er "nichts" gesagt habe, "das nicht wahr ist": "Das Team hat über mich viele schlechte Dinge gesagt, vor allem seit Spa, die Beziehung hat sich also nicht allzu sehr verändert. Ron Dennis war der Erste, der sagte, dass er nicht mit mir spricht, und solche Dinge. Ab diesem Moment wusste ich, dass die Meisterschaft für mich nicht einfach werden würde."

An diesem Wochenende ist noch einmal deutlich geworden, dass es beinahe undenkbar ist, dass Fernando Alonso und McLaren-Mercedes auch 2008 gemeinsam an den Start gehen werden. So gesehen wäre es verständlich, falls man insgeheim hofft, dass Lewis Hamilton gewinnt, der im Team verbleiben würden - dieser Titel würde sich natürlich viel besser vermarkten lassen.

"Es gibt bei uns den Grundsatz der Gleichbehandlung und das wird auch so weitergehen", versicherte McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh am Sonntag in Shanghai. Lewis Hamilton, der nicht rechtzeitig an die Box gerufen wurde, war hierfür ein Negativ-Beispiel - und sollte für Alonso eigentlich ein Positiv-Beispiel sein...

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