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Wurz: "Vater sein ist das Größte der Welt"

30. September 2007 - 14:55 Uhr

Alexander Wurz konnte sich über seinen kurzen Auftritt im Regenrennen in Fuji mit der Geburt seines dritten Sohnes hinwegtrösten

Felipe Massa und Alexander Wurz
Für Alexander Wurz war schon in der 20. Runde des Rennens Endstation
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Alexander, heute kannst du deinen Ausfall leicht verkraften, denn heute Nacht ist etwas sehr Schönes passiert, nicht wahr?"
Wurz: "Ja. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin gar nicht unglücklich, dass ich so früh ausgeschieden bin, denn ich habe meinen dritten Sohn bekommen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist alles okay mit Mutter und Kind. Ich bin total happy, aber natürlich auch traurig, dass ich hier bin und nicht beim Kind, obwohl ich eigentlich gerne dabei wäre."

Frage: "Wie wird dein Sohn heißen?"
Wurz: "Oscar."

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Trotz Geburt: Wurz hat alles gegeben

Frage: "Hat dich das vom Rennen abgelenkt?"
Wurz: "Unterstell mir das bitte nicht, das ist eine unfaire Frage. Überhaupt nicht! Ich habe alles gegeben - wenn mir hinten einer drauffährt, kann ich nichts dafür."

"Wenn du Vater wirst, ist es das Größte der Welt."
Alexander Wurz

Frage: "Tröstet dich das Baby ein bisschen über den Ausfall hinweg?"
Wurz: "Die Fragestellung ist falsch. Wenn du Vater wirst - ich weiß nicht, ob du es bist -, ist es das Größte der Welt. Ich bin es zum dritten Mal. Wenn man schon ein bisschen Erfahrung hat, wäre ich irrsinnig gerne dort gewesen."

Frage: "Kommen wir zum Rennen. Was ist passiert?"
Wurz: "Irgendwer ist mir am Start hinten draufgefahren - ich weiß nicht einmal, wer es war, ich glaube Sato. Ich wollte Massa überholen in der ersten Kurve - und bumm fährt mir hinten wer drauf. Da kann ich nichts dafür, der hinter mir hätte aufpassen müssen. Das war's. Das ist natürlich ärgerlich."

Frage: "Wie waren die Bedingungen in den ersten Runden?"
Wurz: "Die Schwierigkeit war im Prinzip, dass du überhaupt nichts siehst. Am Start habe ich mir gedacht, ich fahre jetzt Vollgas, war aber ganz knapp an Massa dran, der die Gerade im vierten Gang gefahren ist. Und dann kommt einer von hinten und schießt mich ab - der hat sich wahrscheinlich gedacht, alle fahren Vollgas. Das ist die Schwierigkeit dabei. Aber für den, der vorne wegfuhr, war es akzeptabel."

Blindflug am Fuße des Fujisan

"Einmal war ich in der Wiese, da dachte ich mir: Oha!"
Alexander Wurz

"Normalerweise fahre ich ja sehr gerne im Regen, aber heute war ich überrascht, dass gestartet wurde. Das war unglaublich. Manchmal wusstest du nicht einmal mehr, wo du warst, kein Scheiß! Es ist ja alles weiß und grau - die Mauern, die Leitschienen, alles. Einmal war ich in der Wiese, da dachte ich mir: Oha! Sehr schwierig."

Frage: "Kann man das mit irgendwas vergleichen?"
Wurz: "Stell dich bei dir zu Hause ins Wohnzimmer und laufe mit geschlossenen Augen in die Küche. Das muss so ähnlich sein..."

Frage: "Fliegst du jetzt nach Hause zum Kind oder direkt nach China?"
Wurz: "Ich habe Frank (Williams; Anm. d. Red.) gebeten, mich sofort nach Hause fliegen zu lassen, denn jede Sekunde, die ich früher dort bin, wäre schön. Aber wir haben auch einige PR-Termine. Ich würde mich wahnsinnig freuen über jede einzelne Minute, die ich zu Hause verbringen darf, bevor ich wieder nach Shanghai muss."