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Wurz: "Brauche mir keine Zukunftssorgen machen"

13. September 2007 - 19:37 Uhr

Der Williams-Pilot über die Anforderungen in Spa-Francorchamps und über das Schweigen über seine Zukunftspläne

Alexander Wurz
Alex Wurz hält sich an das an Schweigeabkommen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Alexander, welche Erkenntnisse von Monza kannst du hierher nach Spa-Francorchamps mitnehmen?"
Alexander Wurz: "Monza war halt ein schwieriges Wochenende. Ich habe vom Start bis ins Ziel dieselbe Position gehalten. Viel mitnehmen können wir da nicht. Wobei die Situation hier in Spa auch wieder komplett neu ist. Es ist eine ganz andere Rennstrecke. Wir haben zwar dieselben Reifenmischungen hier, aber Spa hat völlig andere Anforderungen an das Chassis und die Strategie."

Frage: "Welche Unterschiede sind das genau?"
Wurz: "Hier überwiegt natürlich der Anteil der Highspeedkurven. Wir fahren hier in den meisten Kurven weit über 200 km/h, teilweise - wie Eau Rouge oder Blanchimont - auch über 300 km/h. Das erfordert natürlich eine ganz andere Aerodynamik als in Monza, wo man nur auf der Geraden schnell ist aber in den Kurven relativ langsam. Das Auto muss man daher auch komplett anders abstimmen."

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Frage: "Ihr hattet aber, gerade wenn es um Grip ging, ein paar Probleme."
Wurz: "Wenn man den Test betrachtet, den wir hier hatten, dann sind wir schon etwas nachdenklich nach Hause gegangen. Wir haben nicht den Speed zeigen können, den wir im Normalfall haben und der uns ist das stärkere Mittelfeld bringt. Aber wir reden hier von relativ wenig, dasselbe haben wir uns auch in Silverstone gedacht und dann hat es auch gepasst. Da müssen wir abwarten."

Einfach einmal abwarteb

Frage: "Also kannst du ohne ein Training hier auch noch nicht sagen, welche Platzierungen ihr hier anstrebt?"
Wurz: "Wir streben natürlich an, uns wieder in die Position zu bringen, um Punkte zu holen. Aber davon reden wir ja auch schon seit 14 Rennen. Es ist eh immer dasselbe, wir werden uns nicht sehr weit weg von unseren normalen Positionen bewegen."

Frage: "Liegt dir die Strecke hier in Spa? Kannst du hier vielleicht auch im Qualifying wieder einen Schritt nach vorn machen?"
Wurz: "Das kommt auch immer auf die Tagesverfassung an und hier an Spa auch auf die Wetterbedingungen. Diese sind jetzt immerhin konstant angesagt. Aber Spa ist dennoch berühmt für sehr schnelle Änderungen der Wetterbedingungen. Das würde mir eigentlich relativ gut gefallen."

Frage: "Wenn du dir das Duell an der Spitze zwischen McLaren und Ferrari anschaust, wem glaubst du, wird dieser Kurs besser liegen?"
Wurz: "Das ist schwierig zu sagen. Ich glaube, dass die wieder sehr eng beisammen sein werden. Da müssen wir einfach abwarten."

Frage: "Wie sehr beeinflusst diese Spionagegeschichte das Fahrerlager?"
Wurz: "Mich beeinflusst das nur dahingehend, dass mich jeder Journalist nach meiner Meinung fragt. Da muss ich passen, da habe ich zu wenige Insiderinformationen und kenne auch die entscheidenden Punkte nicht. Das einzige, was ich sage, ist, dass ich hoffe, dass die WM auf der Strecke entschieden wird und nicht am Grünen Tisch."

Wurz lässt sich nichts entlocken

Frage: "Wie viel kannst du schon über deine Zukunft mit Williams verraten?"
Wurz: "Naja, ich werde jetzt noch ein paar Interviews geben, dann schlafen gehen. Morgen werde ich im Williams sitzen, übermorgen auch - das ist die nahe Zukunft."

Frage: "Und wie sieht es dann aus? Was kannst du da schon erzählen?"
Wurz: "Ich muss hier leider passen. Frank Williams und ich haben uns ausgemacht, nicht darüber zu sprechen."

Frage: "Dennoch ist aufgefallen, wie locker du seit zwei Grands Prix bist, obwohl es ja nicht ganz nach Wunsch gelaufen ist."
Wurz: "Stimmt. Aber ich muss ja auch nicht grantig sein, wenn es mal nicht so gut läuft, auch wenn ich es innerlich vielleicht bin."

Frage: "Du schaust aber nicht wie jemand aus, der Zukunftssorgen hat."
Wurz: "Danke für das Kompliment, aber ich brauche mir auch keine Zukunftssorgen machen."

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