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Williams hat noch einen weiten Weg vor sich
Auch wenn man in diesem Jahr einen großen Schritt nach vorn gemacht hat, weiß Sam Michael, dass die Briten noch einen harten Weg vor sich haben
(Motorsport-Total.com) - Für Nico Rosberg lief es in den vergangenen vier Rennen richtig gut. Nachdem er gleich beim Saisonauftakt zwei WM-Zähler einfahren konnte, drei Rennen später in Barcelona erneut punktete, musste er eine Durststrecke von sechs Rennen ohne einen einzigen Punkt durchmachen. Doch in den vergangenen vier Grands Prix holte er zweimal zwei und zweimal drei WM-Punkte.
Mit insgesamt 28 WM-Punkten liegt das Williams-Team auf Platz vier, 11 Punkte hinter Renault. Ohne Zweifel hat der britische Rennstall in diesem Jahr große Fortschritte erzielt, doch von den alten Erfolgen ist man noch weit entfernt. So hat Ferrari derzeit mehr als fünfmal so viele WM-Punkte auf dem Konto wie Williams.

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Sam Michael, Technischer Direktor des Teams, weiß, dass man in diesem Jahr zwar stetig Fortschritte erzielen konnte, dass die Luft an der Spitze der Formel 1 jedoch immer dünner wird und Fortschritte umso schwieriger zu erzielen sind, je besser man ist.
Man darf auch nicht vergessen, dass Williams die vergangene Saison mit nur 11 WM-Punkten auf dem achten Rang beendete, die Fahrer insgesamt 20 Ausfälle zu beklagen hatten - es war also für den Rennstall im Prinzip keine Kunst, einen Schritt nach vorn zu machen, es konnte schließlich nicht mehr viel schlimmer kommen.
Vor allem in Bezug auf die Zuverlässigkeit hat man nach wie vor Nachholbedarf, wie der Australier feststellt: "Es gab ein paar Rennen in diesem Jahr, bei denen unsere Leistung gut war, aber wir blieben mit Zuverlässigkeitsproblemen stehen. Das war etwas enttäuschend", erklärt Michael gegenüber 'autosport.com'.
"Unsere Ausfälle in Malaysia und Indianapolis haben uns sechs Punkte gekostet, diese könnten am Ende der Saison ziemlich wichtig werden", so der Ingenieur, der mit der Bilanz diesbezüglich in diesem Jahr nicht zufrieden ist: "Wir wollten null Defekte aus mechanischen Gründen - auch wenn ich denke, dass dies womöglich unwirklich ist."
Die verbesserte Zuverlässigkeit hat in diesem Jahr dazu geführt, dass man sich mehr auf die Geschwindigkeit des Autos konzentrieren konnte, wohingegen man im vergangenen Jahr froh war, wenn man den Boliden so weiterentwickeln konnte, dass er eine Renndistanz übersteht.
Auch wenn nur gemutmaßt werden kann: Man darf nicht vergessen, dass es zuletzt Nico Rosberg war, der in der Qualifikation und im Rennen zu überzeugen wusste, während Teamkollege Alexander Wurz Probleme hatte, der bekanntlich nicht gerade zu den schlechtesten Fahrern im Feld zählt.
"Nico leistet großartige Arbeit und fährt nun fantastisch", lobt Michael. "Das Großartige an Nico ist die Tatsache, dass er nun in der Lage sein wird, sich dies anzuschauen und er weiß, wie er damit umgeht und wie er sich nach vorn arbeiten kann. Und hoffentlich hat er im Moment so etwas wie einen Lauf."
Auch wenn es unwahrscheinlich ist, möchte Williams noch versuchen, Renault in der Gesamtwertung hinter sich zu lassen: "Ich denke aber nicht, dass hierfür ausreichend Zeit vorhanden ist. Nico müsste bei jedem Rennen Fünfter werden, und sie dürften keinerlei Punkte holen. Das ist nicht wahrscheinlich, aber man kann immer zu einem Rennen kommen und Glück haben. Wie wir bei Red Bull auf dem Nürburgring gesehen haben, kann man an einem Wochenende 10 Punkte holen und das ändert alles."
Über den Winter will das Team versuchen, den Rückstand auf die Top-Teams Ferrari und McLaren-Mercedes zu reduzieren. Dieser beträgt nach Angabe von Michael im Moment "durchschnittlich eine Sekunde". Da sich diese Teams über den Winter ebenfalls weiter entwickeln werden, bedeutet dies, dass man deutlich mehr als eine Sekunde schneller werden muss: "Wir wussten, dass es nach dem schwierigen Jahr 2006 in unserer ersten Saison mit Toyota nicht realistisch war zu denken, dass wir gewinnen können. Aber dies muss unser Ziel für die Zukunft sein."














