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Williams fiebert dem "halben Heimrennen" entgegen

25. September 2007 - 13:55 Uhr

Nico Rosberg, Alexander Wurz und Sam Michael sprechen über das Rennen in Fuji, das das Heimrennen für Motorenpartner Toyota sein wird

Sam Michael
Sam Michael erwartet, dass man ganz schön am Setup schrauben wird
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Für das Williams-Team ist der Große Preis von Japan in Fuji nicht nur aufgrund der Tatsache etwas Besonderes, dass man damit erneut Neuland betritt - die Rennstrecke gehört Motorenpartner Toyota, und so ist dieser Grand Prix für den britischen Rennstall ein kleines Heimrennen.

"Ich freue mich darauf, auf dem Fuji Speedway ein Rennen zu fahren", so Nico Rosberg. "Dank der gewaltigen Renovierungsarbeiten und dem Design-Input von Hermann Tilke sollte der legendäre Fuji-Kurs nun eine ziemlich coole Strecke sein."

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"Da ich zuvor noch nicht in Fuji gewesen bin, habe ich etwas an einem Simulator geübt, aber wirklich lernen kann man erst, wenn man auf der Strecke ist. Für mich werden weniger als ein Dutzend Runden ausreichen, damit ich anfange, mich wohl zu fühlen."

"Auf dem Fuji Speedway werden wir auf dem Boden von Toyota sein, es wäre aus diesem Grund großartig, wenn wir dort vor dem japanischen Publikum gut abschneiden könnten. Ich werde eine Woche zuvor für Sponsoren-Veranstaltungen nach Tokio fliegen, und um mich vom Jetlag zu erholen."

"Es geht nicht nur darum, zu schlafen, um mit der großen Zeitverschiebung zurechtzukommen, sondern auch ums Essen. Man steht manchmal um vier Uhr morgens auf und dein Körper schreit nach einem großen Steak!"

"Wie auch immer, es ist eine unbekannte Strecke, aber erneut bin ich zuversichtlich, dass wir gut abschneiden und an unsere Form der vergangenen paar Rennen anknüpfen können."

"Ich gehe sehr gern zu den Übersee-Rennen und besonders nach Japan, denn ich liebe die Kultur dort", so Alexander Wurz. "Dieses Mal wird es jedoch für mich ein wenig ein Trip ins Unbekannte sein, nicht, weil wir auf eine neue Strecke gehen, sondern weil meine Frau Julia unseren dritten Sohn erwartet, und er laut Berechnungen in den Tagen zwischen Japan und China zur Welt kommen soll. Natürlich verlasse ich deshalb das Zuhause mit einem etwas unbehaglichen Gefühl."

"Was die Strecke betrifft, so habe ich es schon immer gemocht, auf neuen Strecken zu fahren, ich schaffe es für gewöhnlich, sie ziemlich schnell zu lernen. Der Fuji Speedway wird sicherlich eine Herausforderung darstellen, wenn es um das Setup und aerodynamische Einstellungen geht, denn die lange und schnelle Gerade in Kombination mit dem langsamen letzten Sektor erfordert einen großen Kompromiss. Aus Sicht der Meisterschaft müssen wir einmal abwarten und schauen, wo wir im Vergleich zu den anderen stehen, ich hoffe jedoch, dass wir in der Lage sein werden, ein paar Punkte zu holen."

"Fuji ist für die Formel 1 effektiv ein neuer Kurs, da das Strecken-Layout, auf dem wir am kommenden Wochenende fahren werden, ziemlich anders ist im Vergleich zu dem, das wir verwendet haben, als wir vor 30 Jahren das letzte Mal mit der Formel 1 hier fuhren", so Sam Michael, Technischer Direktor.

"Das alte Strecken-Layout hat höhere Geschwindigkeiten provoziert und es gab zwischen den langen Geraden nur drei oder vier Kurven. Das neue Layout besteht hauptsächlich aus langsamen Kurven und es gibt viele Richtungsänderungen. Die einzige sehr lange Gerade könnte die Menge an Heckflügel beeinflussen, die wir hier fahren."

"Da es ein neues Layout ist, bin ich mir sicher, dass nach den Trainings am Freitag ein paar Veränderungen notwendig sein werden. Das Einzige, das sich nicht verändert hat, ist der Mount Fuji an sich, der immer noch eine spektakuläre Kulisse bietet."

"Die Wetterberichte sagen für den Großteil des Wochenendes Regen voraus. Das kann sich natürlich immer ändern, aber wir werden ihn unabhängig davon erwarten. Fuji liegt auch hoch, rund 570 Meter über dem Meeresspiegel, was ähnlich ist wie in Brasilien. Dies verursacht einen Verlust an Abtrieb, Luftwiderstand und Motorleistung, weil die Luft nicht so dicht ist."