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Williams: Platz fünf zum Greifen nah

10. September 2007 - 19:39 Uhr

Williams ist in Monza dem erklärten Ziel, Platz fünf in der Konstrukteurs-WM, wieder ein paar Schritte näher gekommen - Ausblick auf Belgien

Nico Rosberg
Nico Rosberg kommt mit drei Punkten aus Monza nach Spa-Francorchamps
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Vier Rennen sind noch zu fahren in der laufenden Formel-1-Weltmeisterschaft, und das Williams-Team ist neben McLaren-Mercedes eines der wenigen, das mit der bisherigen Saison recht zufrieden sein kann: Das anvisierte Ziel für 2007, Platz fünf bei den Konstrukteuren, ist nämlich zum Greifen nah.

Nico Rosberg landete gestern mit einer weiteren starken Fahrt auf dem sechsten Platz und sammelte damit weitere drei WM-Punkte, vergrößerte damit den Vorsprung seines Rennstalls auf Red Bull Racing und Toyota auf neun beziehungsweise 13 Punkte. Damit ist der fünfte WM-Rang zwar noch lange nicht in trockenen Tüchern, doch wenn man bedenkt, dass die beiden Konkurrenzteams zuletzt auch keine Bäume ausgerissen haben, besteht Grund zur Hoffnung.

Michael zieht zufriedene Zwischenbilanz

"Die Zuverlässigkeit ist jetzt sehr gut."
Sam Michael

"Es war ein arbeitsamer Italien-Grand-Prix und unsere Punktekonstanz in den vergangenen vier Rennen ist sehr willkommen und ein gutes Zeichen dafür, dass wir uns mit dem Auto in die richtige Richtung bewegen", erklärte Technikchef Sam Michael. "Die Zuverlässigkeit ist jetzt sehr gut und in den letzten vier Rennen werden wir versuchen, das beizubehalten. Gleichzeitig versuchen wir, die Ressourcen zwischen dem FW29 und dem 2008er-Auto zu verteilen."

Kommende Woche haben Rosberg und Alexander Wurz die nächste Gelegenheit, ihr Punktekonto von zwölf beziehungsweise 13 Zählern aufzustocken, wobei noch unklar ist, ob die Strecke in Spa-Francorchamps dem Williams-Toyota-Paket entgegenkommen wird. So gut wie in Monza wird es von der Papierform her wohl nicht laufen, denn in den belgischen Ardennen spielt die Aerodynamik eine größere Rolle als die Mechanik.

"Spa", schwärmte Rosberg unabhängig davon, "ist wunderbar. Eine tolle Strecke für uns Fahrer, vielleicht die beste. Sie ist sehr, sehr schnell. Ich bin nicht allzu optimistisch, aber wir haben seit dem Test dort Fortschritte gemacht - hoffentlich können wir diesen Schwung beibehalten. Wie wir in den vergangenen Rennen gezeigt haben, liegen wir derzeit über unseren Erwartungen, und ich hoffe, dass das so weitergehen wird."

Wurz: Erster Belgien-Grand-Prix seit 2000

"In Sachen Performance bin ich mir nicht sicher, was wir erwarten sollen."
Alexander Wurz

Auch Wurz empfindet Spa-Francorchamps als "fantastische Strecke, daher freue ich mich schon darauf, wieder dort zu fahren. In Sachen Performance bin ich mir nicht sicher, was wir erwarten sollen. Wir haben vor ein paar Wochen dort getestet, aber was das für das Rennen bedeutet, weiß ich nicht. Es wird jedenfalls wieder eng. Als Team sind wir nach Nicos sechstem Platz guter Dinge. Wenn wir weitere Punkte sammeln, festigen wir damit den fünften WM-Platz. Das ist das Ziel."

Michael fügte an: "Spa ist wirklich eine großartige Strecke in einer natürlichen Umgebung, in die viele herausfordernde Kurven und Kombinationen eingebettet sind - herausfordernd für Fahrer und Ingenieure. Natürlich sind Eau Rouge und Blanchimont die tollen Kurven, aber die Strecke hat noch viel mehr, vor allem seit die berühmte Bus-Stop-Schikane umgebaut wurde", gab der Australier zu Protokoll.

Die Tücken von Spa-Francorchamps

"Das Setup ist auf Stabilität bei hoher und mittlerer ausgerichtet."
Sam Michael

"Das Setup ist auf Stabilität bei hoher und mittlerer ausgerichtet", erklärte er. "Gleichzeitig muss das Auto die Kerbs in der Schikane gut schlucken. Das Wetter wird auch eine signifikante Rolle spielen, denn wegen der Länge der Strecke kann Regen einzelne Passagen unterschiedlich beeinflussen. Wir haben vor zwei Monaten in Spa getestet. Dabei konnten wir alle Systeme checken und vorab Reifen- und Setuparbeiten erledigen."

Übrigens: Der Belgien-Grand-Prix ist einer der am wenigsten erfolgreichen in der Teamgeschichte von Williams. Der letzte Sieg geht ins Jahr 1994 zurück, als Damon Hill auf dem obersten Treppchen stand - und seltener als im Land der Fritten und Waffeln haben die Briten in Europa nur in Monaco gewonnen. Immerhin standen Williams-Piloten insgesamt 16 Mal auf dem Podium, zuletzt 2002 durch Juan Pablo Montoya.

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