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Webber fühlt mit den McLaren-Mercedes-Piloten mit

07. September 2007 - 12:04 Uhr

Mark Webber kann sich vorstellen, wie es derzeit Fernando Alonso und Lewis Hamilton angesichts der "Spionage-Affäre" geht

Mark Webber
Webber weiß, in welchen sauren Apfel seine Kollegen derzeit beißen müssen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Fernando Alonso dürfte es schwer fallen, dieser Tage mit einem freien Kopf zu fahren. Der Spanier fühlt sich weiterhin im Team nicht 100-prozentig wohl, von Teamkollege Lewis Hamilton kommt nach wie vor großer Druck, fünf Rennen vor Saisonende liegt er hinter dem Formel-1-Neuling in der Gesamtwertung zurück.

Zudem ist im Vorfeld des Großen Preises von Italien bekannt gegeben worden, dass die Anhörung vor dem Berufungsgericht des Automobilweltverbandes FIA verschoben werden muss, weil in der "Spionage-Affäre" neue Beweise aufgetaucht sind. Mittlerweile ist durchgesickert, dass der amtierende Weltmeister mit seinem Landsmann und McLaren-Mercedes-Piloten per E-Mail über die Abstimmung des Ferraris gesprochen haben soll.

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Mark Webber kann sich gut vorstellen, dass angesichts der nun bevorstehenden erneuten Anhörung vor dem Weltmotorsportrat und der wieder die Schlagzeilen dominierenden Affäre die McLaren-Mercedes-Fahrer abgelenkt werden und aus diesem Grund auf der Strecke keine optimalen Leistungen zeigen könnten.

Der Australier glaubt, dass es für die beiden derzeit schwierig sei, nachts einzuschlafen, ohne das Gefühl zu haben, dass im Hintergrund etwas vor sich geht, über dass sie keine Kontrolle haben: "Als Fahrer kann es sehr, sehr frustrierend sein, diese Wolke über sich schweben zu haben" erklärte der Red Bull Racing-Pilot im Interview mit 'ITV'.

Man müsse sich nur einmal vorstellen, eine Saison zu bestreiten, bei der es sein könnte, dass man am Ende einen Teil oder möglicherweise sogar alle Ergebnisse verliert: "Sie wissen, was sie in diesem Jahr erreicht haben, aber es wäre sehr, sehr hart, wenn man ihnen die Ergebnisse wegnimmt."

"Es ist keine Fünf-Minuten-Angelegenheit, was McLaren in diesem Jahr geleistet hat, da steckt eine Menge harter Arbeit und Mühe drin, egal, welche Informationen sie womöglich von anderen Teams hatten. Sie haben unabhängig davon in diesem Jahr immer noch einen konstanteren Job erledigt als jeder andere in der Boxengasse."

Es sei schade, dass es abseits der Strecke immer wieder Dinge gebe, die sich auf die Leistungen der Fahrer und Teams auf der Strecke auswirken: "Ich denke, dass es offensichtlich ist, dass die erneute Anhörung vor ein paar mehr Leuten in Paris nicht zum Vorteil von McLaren sein wird."

Es hinterlasse einen faden Beigeschmack und sei enttäuschend, dass es potentiell möglich sei, dass zwei oder drei Leute eine ganze Weltmeisterschaft kaputt machen könnten, die über eine geringe Moral verfügten und nicht vertrauenswürdig seien, nicht den Respekt vor jenen Leuten gehabt haben, die für den Erfolg des Teams arbeiten.

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