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Was in den Ardennen sonst noch geschah

21. September 2007 - 19:05 Uhr

Warum am Donnerstag in Spa-Francorchamps die Hölle los war und wie man selbst hartgesottene Finnen zum Frösteln bringt...

Formula Una von Red Bull
Red Bull lud wieder mal einige hübsche Girls ins Fahrerlager ein
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Spa-Francorchamps mag zwar die anspruchsvollste Strecke der Formel 1 sein, doch für Glitter und Glamour ist die Naturrennstrecke in den belgischen Ardennen nicht gerade bekannt. Vielmehr prägen weidende Kühe, Frittenbuden und saftige grüne Wiesen das Landschaftsbild in der ländlichen Gegend.

Umso verwunderlicher, dass es trotzdem einige Prominente nach Belgien geschafft haben: Richard Hughes, Schlagzeuger der britischen Popband Keane, war auf Einladung von Jenson Button im Fahrerlager, Radprofi Jürgen van den Goorbergh folgte dem Ruf von Ex-BMX-Weltmeister Alexander Wurz in die Ardennen und der Paul Casey, berühmt seit seinem Hole-in-one beim Ryder-Cup, spielte mit den Spyker-Piloten eine Runde Golf. Kommentar: "Sakon Yamamoto macht das gar nicht schlecht..."

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Spionageaffäre allgegenwärtig

Im Mittelpunkt standen diesmal aber nicht diverse VIPs, sondern die Spionageaffäre, denn am Donnerstag warteten Teammitglieder wie Journalisten gespannt auf das Urteil aus Paris. Noch vor der offiziellen Urteilsverkündung machten sich Gerüchte breit, McLaren-Mercedes könnte für 2007 und 2008 sogar aus der Weltmeisterschaft ausgeschlossen werden, doch auch die Disqualifikation aus der Konstrukteurs-WM und die 100-Millionen-Dollar-Strafe ließ die Verbindungen zwischen Paris und Spa-Francorchamps glühen.

Für die schreibende Zunft bedeutete dies natürlich ein paar stressige Tage, was unser finnischer Kollege Heikki Kulta besonders zu spüren bekam: Der Nordländer war am Freitagmorgen so sehr in seine Story vertieft, dass er erst später bemerkte, seinen Geburtstag komplett vergessen zu haben! Kleiner Trost: Von seinem Hotelbetreiber wurden ihm am Abend ein paar Gläschen Rotwein zur Feier des Tages spendiert...

Apropos Finnen: Man sollte meinen, dass die Eismänner aus dem Hohen Norden an klirrend kalte Temperaturen gewöhnt sind, doch die gerade mal sieben Grad am frühen Morgen setzten selbst Keke Rosberg gewaltig zu. Der Ex-Weltmeister und Managervater kam nämlich mit einem Motorroller ins Fahrerlager und schimpfte wie ein Rohrspatz: "So kalt war mir überhaupt noch nie! Beinahe hätte es mir die Finger abgefroren..."

TV-Show um das Williams-Team

Sein Sohn Nico hatte indes alle Mühe beim blinden Abzeichnen der Rennstrecke für den TV-Sender 'RTL', bekommt aber in nächster Zeit ohnehin mehr TV-Zeit: Unter dem Titel 'Formula for Success' wird 'BBC World' nämlich eine achtteilige Serie über die Hintergründe der Formel 1 und das Williams-Team ausstrahlen. Dass Teamleader Rosberg dabei eine Hauptrolle "spielen" wird, versteht sich von selbst.

Rod Nelson
Frischgebackener Vater: Rod Nelson, seit Jahresanfang beim Williams-Team
© Renault

Bleiben wir gleich bei Williams: Rod Nelson, ehemaliger Weltmeisteringenieur von Fernando Alonso und frischgebackener Vater, ist nach der Geburt seiner Tochter Ines wieder aus dem Vaterschaftsurlaub zurück. Mutter und Tochter sind wohlauf. Besser geht es auch Nick Heidfelds Sohn Joda, der noch vor Monza über Magenbeschwerden geklagt hat - so, wie Babys eben klagen können: mit langen Nächten voller Lärm...

Ein Auto für einen Journalisten

Freudige Nachrichten, aber keineswegs neugeborener Natur, gab es für den Journalisten Joe Saward: Bei einer Gala anlässlich des 50-jährigen Toyota-Jubiläums im Motorsport füllte er als einer von sechs Teilnehmern einen Quizbogen richtig aus - und wurde anschließend als Gewinner eines Hybridautos gezogen. Der Witz an der Geschichte: Der Chefredakteur der Internetseite 'grandprix.com' hatte seinen Führerschein erst vor einem Jahr gemacht...

Den Spruch des Abends lieferte aber nicht Saward, sondern Formel-1-Boss Bernie Ecclestone, der Toyotas Verdienste um den Motorsport würdigte und sich gleichzeitig auf den Toyota-Grand-Prix in Fuji freute: "Ich liebe es, nach Japan zu fliegen! Dort sind alle so groß wie ich..." Wem es bisher entgangen ist: Der 76-jährige Brite hat nicht gerade die körperlichen Anlagen für einen Profibasketballer.

Dafür steigt er gemeinsam mit seinem Busenfreund Flavio Briatore beim Fußballklub Queens Park Rangers ein. Briatore hat aber auch andere Businesspläne bekannt gegeben: In der Nähe seines vorhandenen Ressorts in Kenia, in dem die Renault-Fahrer immer ihr Wintertrainingslager absolvieren, will der Italiener ein Casino und einen neuen Hotelkomplex entstehen lassen - natürlich mit den Reichsten der Reichen als Zielgruppe.

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