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Was im Königlichen Park sonst noch geschah

10. September 2007 - 19:02 Uhr

Das Rennwochenende in Monza stand ganz im Zeichen der Spionageaffäre, dabei tat sich auch neben der Strecke viel Interessantes...

Fans von Kimi Räikkönen
Kimi-Räikkönen-Fans eiferten ihrem Idol nach und verkleideten sich als Gorillas
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Den 'RTL'-Zuschauern wird es aufgefallen sein: Niki Lauda, beim Kölner TV-Sender als Formel-1-Experte tätig, schleppte eine Erkältung nach Monza - und hatte erhebliche Schwierigkeiten, seine gewohnt bissigen Kommentare ins Mikrofon zu geben. Als während der Siegerehrung gar nichts mehr ging, musste ihn Moderator Florian König unterbrechen: "Ich weiß eh, was der Niki sagen wollte..."

Mit seiner Stimme wäre Lauda wahrscheinlich glatt als Rockstar durchgegangen. Als solcher hätte er sich am Sonntag mit dem ehemaligen Keyboarder der legendären Rockband Uriah Heep, Ken Hensley, zusammentun können, denn der war ebenfalls im Königlichen Park. Augenzwinkernd wurde sogar gemunkelt, dieser wolle mit dem ehemaligen Formel-1-Weltmeister eine Band gründen, so angeregt verlief das Gespräch der beiden...

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Monza trauerte um Luciano Pavarotti

Apropos Musik: Allgegenwärtig war beim Italien-Grand-Prix Opernsänger Luciano Pavarotti, der bekanntlich vergangene Woche verstorben ist. Eines seiner Stücke wurde nämlich als Begleitmusik während der Fahrerparade vor dem Rennen ausgewählt, schließlich war der Startenor begeisterter Formel-1- und Ferrari-Fan.

Dass Monza für Ferrari immer noch das wichtigste Rennen des Jahres ist, war übrigens schwer zu übersehen, denn die Scuderia aus Maranello schickte hohe Prominenz zum Heimspiel: Präsident Luca di Montezemolo war ebenso anwesend wie Piero Lardi-Ferrari, der letzte noch lebende Sohn von Enzo Ferrari. Außerdem schaute Berater Michael Schumacher, der vor genau einem Jahr seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte, auf einen Besuch im Fahrerlager vorbei.

Schumachers ehemaliger Ferrari-Teamkollege Eddie Irvine ließ sich wieder einmal bei alten Freunden blicken, wurde aber wegen seiner immer wilder werdenden Mähne fast nicht erkannt. Ganz im Gegensatz dazu tauchte Sebastian Vettel mit einem militärischen Kurzhaarschnitt auf: "Das erspart mir morgens im Bad eine Menge Stress!" Und Christijan Albers versuchte vergeblich, Kontakte für 2008 zu knüpfen.

Schöne Frauen und die Formel 1

Flavio Briatore, der optisch wieder einmal durch seine Lebensgefährtin Elisabetta Gregoraci aufgewertet wurde, wurde mit Arsene Wenger gesehen, dem Manager des Fußballvereins Arsenal London. Ob an den Gerüchten, Bernie Ecclestone wolle nach den Queens Park Rangers einen zweiten Klub übernehmen, doch etwas dran ist? Ebenfalls in Monza: Luis Figo, Aushängeschild des portugiesischen Fußballs.

David Coulthard und Jan Ullrich
Jan Ullrich unterhielt sich angeregt mit Red-Bull-Fahrer David Coulthard
© xpb.cc

Jennie Räikkönen brachte ihren Hund mit ins Fahrerlager und grinste über einen Haufen Fans ihres Ehemanns, die als Gorillas verkleidet auf den Tribünen saßen - der "Iceman" hatte nämlich kürzlich in Finnland mit einem solchen Kostüm an einem Motorbootrennen teilgenommen. Weniger lustig dürfte Ron Dennis ein Transparent gefunden haben: "Ron, ich kenne Ferrari-Geheimnisse - ruf mich an!" Samt italienischer Handynummer...

Rad- und Rallyestars zu Gast im Fahrerlager

Der frühere Tour-de-France-Gewinner Jan Ullrich schaute sich das Rennen übrigens auch an und plauderte mit David Coulthard, ebenso wie Ex-Rallye-Beifahrer Ilkka Kiwimaki, der seinem alten Freund Keke Rosberg einen Besuch abstattete. Nico Rosberg parkte sein Motorhome indes in der Nähe der Curva Grande. Was der Williams-Pilot nicht wusste: Gleich nebenan dröhnten hämmernde Technobeats aus einer Diskothek...

Für Deutschlands Nummer eins im Grand-Prix-Zirkus, Nick Heidfeld, war das Monza-Wochenende die reinste Erholung: "Mein Sohn Joda hat Magenschmerzen und wacht nachts ein paar Mal auf. Das ist harte Arbeit, Formel 1 fahre ich eigentlich nur zur Entspannung!" Über Nachwuchs freuen durfte sich dafür Williams-Ingenieur Rod Nelson, der nicht nach Monza kommen konnte, weil er mit Töchterchen Ines erstmals Vater wurde.