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Trotz E-Mails: Alonso fühlt sich nicht als Übeltäter

14. September 2007 - 20:20 Uhr

Obwohl er in den Spionagefall involviert war, fühlt sich Fernando Alonso für die harte Strafe gegen McLaren-Mercedes nicht verantwortlich

Fernando Alonso
Sieht sich nicht als Übeltäter in der Spionageaffäre: Fernando Alonso
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die neuen Beweise, die gestern zum niederschmetternden FIA-Urteil gegen McLaren-Mercedes geführt haben, waren vor allem E-Mails mit Ferrari-Informationen, die Fernando Alonso und Pedro de la Rosa ausgetauscht hatten. Alonso ist damit eigentlich sogar einer der Hauptverantwortlichen für den Abzug aller Konstrukteurspunkte und die 100-Millionen-Dollar-Geldstrafe.

Fest steht nämlich, dass die FIA ohne die von Teamchef Ron Dennis selbst beim Ungarn-Grand-Prix eingereichten E-Mail-Beweise, die den Silberpfeilen letztendlich zum Verhängnis wurden, keinen Anlass gehabt hätte, das World Council ein zweites Mal einzuberufen, sondern es wäre ganz normal zur Berufungsverhandlung gekommen, die wegen eines Mangels an Beweisen wahrscheinlich ergebnislos verlaufen wäre.

Alonso fühlt sich aber nicht verantwortlich für den Schaden, der seinem Team zugefügt wurde: "Ich glaube nicht, dass die Entscheidung nur wegen dieser E-Mails getroffen wurde", erklärte er heute in Spa-Francorchamps. "Ich schätze, dass sie viel mehr Informationen hatten." Dies spiele aber sowieso keine Rolle, denn: "Wie immer bei solchen Entscheidungen bringt es überhaupt nichts, sie zu kommentieren. Ich werde dazu nichts sagen. Man muss die Entscheidung einfach akzeptieren."

Auf das Geschehen auf der Rennstrecke - heute fuhr der Doppelweltmeister in Spa-Francorchamps Tagesbestzeit vor seinem Teamkollegen Lewis Hamilton, der allerdings nur um 0,111 Sekunden langsamer war - habe das alles sowieso keinen Einfluss: "Ich gehe ganz normal an dieses Rennen heran, möchte es gewinnen und werde wie bisher um die Fahrer-WM kämpfen. Da sind die Chancen ja intakt", gab Alonso zu Protokoll.

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