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Toyota kann warten - und hält Schumacher hin

06. September 2007 - 10:04 Uhr

Weil Ralf Schumacher langsam die Optionen für 2008 ausgehen, kann sich Toyota den Luxus leisten, auf dem Transfermarkt abzuwarten

Hans Mahr und Ralf Schumacher
Ralf Schumacher und sein Manager Hans Mahr haben derzeit eher schlechte Karten
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Obwohl Toyota erst einen Fahrer, Jarno Trulli, fest für 2008 unter Vertrag haben, befinden sich die Japaner am Transfermarkt in einer komfortablen Ausgangsposition: Nachdem für Ralf Schumacher sogar die DTM-Seifenblase zerplatzt ist, weil ihn Audi gar nicht will, muss er die Entscheidung seines derzeitigen Arbeitgebers wohl oder übel geduldig abwarten.

Nachdem Toyota eine Option auf seine Dienste verstreichen hat lassen, womit schon mal feststeht, dass sein 14-Millionen-Euro-Jahresgehalt in Zukunft Träumerei ist, wäre er theoretisch frei, doch die große Frage ist: Wo soll er hin? Theoretisch könnte er bei Spyker anheuern, wo sein Sympathisant Vijay Mallya das Ruder übernehmen wird, aber sonst sind kaum noch Plätze frei. Nur die Williams-Tür könnte sich im Zuge eines Cockpittauschs mit Nico Rosberg noch öffnen, aber auch das gilt als unwahrscheinlich.

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Für Toyota heißt das: Schumacher ist praktisch auf einen Verbleib angewiesen - und selbst wenn ihm der Geduldsfaden platzen sollte, könnte Teampräsident John Howett einen der Youngsters unter Vertrag nehmen, die bei ihm vor der Tür stehen. Damit befindet sich Schumacher-Manager Hans Mahr in einer recht ungünstigen Verhandlungsposition, denn selbst wenn sein Schützling seine Form wieder gefunden hat und momentan starke Leistungen bringt, können die Japaner die Gage weit nach unten drücken.

Howett bezeichnete seine Verhandlungsposition gegenüber 'SpeedTV.com' als "ziemlich bequem" und betonte, man werde erst einmal abwarten, was sich sonst noch so an Transfers ergibt. Denn: Sollte Fernando Alonso wirklich McLaren-Mercedes verlassen und zu Renault zurückkehren, was zwar unwahrscheinlich, aber keineswegs ausgeschlossen ist, könnte sich noch so einiges tun. Und selbst wenn nicht: Timo Glock bewirbt sich angeblich um Schumachers Nachfolge, Williams-Testfahrer Kazuki Nakajima wäre eine Notfallvariante und man könnte auch Adrian Sutil aus seinem Spyker-Vertrag auskaufen.

"Für Ralf ist das klarerweise eine unangenehme Position."
John Howett

Schumacher sei aber "mehr als eine Notfallvariante", so Howett, "abhängig von der Verfügbarkeit anderer Fahrer. Es gibt einige, die gar nicht auf der Liste stehen. Im Moment haben wir das Gefühl, dass wir warten wollen. Für Ralf ist das klarerweise eine unangenehme Position - er tut mir persönlich auch sehr leid. Vielleicht werden wir am Saisonende eine Idee haben, was wir machen wollen."

Trulli können die Diskussionen um die zukünftige Fahrerpaarung indes ziemlich egal sein, denn der Vertrag des Italieners wurde schon vor längerer Zeit bis Ende 2009 verlängert.

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