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Theissen: "Das war das Maximum"

16. September 2007 - 17:36 Uhr

Der BMW Motorsport Direktor zieht einmal mehr ein positives Fazit, auch wenn diesmal gleich am Start zum Belgien-Grand-Prix etwas in die Hose ging

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor)
Mario Theissen war mit dem Rennen in Belgien sehr zufrieden
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - BMW Motorsport Direktor Mario Theissen strahlte nach dem Rennen in Belgien über beide Backen, denn Nick Heidfeld hat als Fünfter wieder einmal das Maximum möglich gemacht, während Robert Kubica den Zuschauern ein packendes Rennen mit Überholmanövern und spannenden Duellen zeigte. Als Neunter fuhr der Pole jedoch ohne einen WM-Punkt über die Ziellinie.

"Wir haben zum ersten Mal in diesem Jahr mit beiden Autos einen schlechten Start gehabt", fand der Deutsche im Interview mit 'Motorsport-Total.com' dann aber doch einen Kritikpunkt. "Ich weiß nicht, woran dies lag, das werden wir uns jetzt ansehen. Aber Nick hat das wirklich wieder gut gemacht, er ist ein starkes Rennen gefahren. Das war das Maximum, was für ihn heute drin war."

"Der Robert", fuhr der Deutsche fort, "hat heute einige klasse Manöver gezeigt, hat einige Autos auf der Strecke überholt. Zum Schluss hat er sich an Kovalainen die Zähne ausgebissen, aber auch das war sehenswert. Von Platz 14 am Start auf den neunten Platz - das ist auch nicht schlecht. Das ist sogar sehr gut, ich hätte ihm natürlich den einen Punkt für den achten Platz gegönnt."

Die Saisonbilanz fällt "sehr positiv aus, genauso wie vor diesem Rennen", meint Theissen. "Wir waren vom ersten Rennen bis heute immer die Nummer drei unter den Teams, das ist für uns ein riesiger Satz gegenüber dem vergangenen Jahr. Dies erlaubt es uns auch, dank des komfortablen Vorsprungs, den wir jetzt auf unsere Verfolger haben - wenn man sie überhaupt noch als Verfolger bezeichnen kann -, die Entwicklung für das kommende Jahr sehr stark voranzutreiben, damit wir da den nächsten Schritt machen können."

Der geerbte zweite Platz in der Konstrukteurswertung bedeutet dem 55-Jährigen jedoch "nichts", wie er betont: "Denn wir schauen auf die Strecke, da waren noch zwei Teams oder vier Autos vor uns, die schneller gefahren sind. Das heißt, es geht noch besser, als wir dies in diesem Jahr gemacht haben. Da wollen wir hin, und wir wollen sie in Zukunft natürlich auf der Strecke schlagen."

Und wie geht es jetzt weiter? "Wir haben jetzt den letzten Test in Jerez für diese Saison. Dann wird auch schon gepackt, denn nach Japan geht natürlich alles früher weg. Die Rennen in Japan und China sind ein Doppelpack, damit ist auch die Entwicklungsarbeit für diese Saison beendet. Sicher ist, dass die Weltmeisterschaft erst zum Ende entschieden wird, und das ist natürlich gut."

Für Theissen war es an diesem Wochenende so etwas wie ein Heimspiel, wie er gegenüber 'RTL' verriet: "Denn hier haben wir auch viele Fans aus Deutschland und auch ich selbst komme aus der Gegend. Ich finde die Rennstrecke einfach faszinierend und auch die Landschaft rund herum." Der eigentliche Heim-Grand-Prix des Teams ist natürlich das Rennen in Deutschland und nicht das Oktoberfest, wie Niki Lauda scherzhaft meinte: "Da gibt es nämlich keine Punkte - sondern nur Promille", so Theissen.

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