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Sutil nimmt Vettel ins Visier

06. September 2007 - 14:40 Uhr

Adrian Sutil ist zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf und freut sich auf die Premiere des B-Autos beim Grand Prix von Italien

Adrian Sutil
Adrian Sutil freut sich auf die Premiere der B-Version des F8-VII
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Er sitzt entspannt im Spyker-Motorhome, lässt sich einen Milchkaffee schmecken und strahlt so viel Zuversicht aus wie noch nie: Adrian Sutil aus Gräfelfing will mit der beim Großen Preis von Italien in Monza erstmals eingesetzten B-Version seines Spyker-Ferrari angreifen und sagt Sebastian Vettel im Duell der deutschen Jungstars den Kampf an.

"Jetzt müssen wir Toro Rosso und Super Aguri angreifen. Wir sind hoffentlich in der Lage, sie zu überholen", sagte Sutil vor dem 13. der 17 Saisonrennen dem 'sid'.

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Bisher nur kleine Teilerfolge in diesem Jahr

Bislang fuhr Sutil im unterlegenen orangefarbenen Spyker der Konkurrenz meist hinterher. Ein Platz vor Super-Aguri-Pilot Anthony Davidson in Bahrain und ein Prestigeerfolg gegen Routinier Rubens Barrichello im Werks-Honda in Budapest waren neben der sensationellen Bestzeit im freien Samstagstraining im verregneten Monte Carlo bisher die Höhepunkte in Sutils Saison.

Dennoch sagt er: "Ich bin sehr zufrieden mit meinem ersten Jahr." Erfahrungen sammeln, sich in der neuen Welt zurechtfinden, den Teamkollegen schlagen - diese Ziele waren realistisch, und diese Ziele hat der Sohn eines Pianisten aus Uruguay, der im eigenen Team schon gegen Christijan Albers, Markus Winkelhock und Sakon Yamamoto fuhr, auch meist erreicht.

Doch jetzt will Sutil mehr. Zunächst einmal sollen Super Aguri und Toro Rosso mit Vettel die Verbesserungen des Spyker-Ferrari zu spüren bekommen. "Wir waren ja schon in Istanbul dran, und das mit dem alten Auto", sagt Sutil. Nun soll der nächste Schritt folgen, im kommenden Jahr dank des neuen und sehr finanzkräftigen Teilhabers Vijay Mallya aus Indien ein weiterer.

"Ich bin überzeugt, dass es dann besser sein wird als dieses Jahr. Ob es fürs Mittelfeld reicht, muss man abwarten", erklärt Sutil und fügt hinzu: "Aber ich bin überzeugt, dass bessere Zeiten kommen werden. An meinen Zielen hat sich nichts geändert: Ich will irgendwann um die Weltmeisterschaft kämpfen."

Hamilton ist ein alter Bekannter

So wie McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton aus Großbritannien, der in seiner Premierensaison die WM derzeit anführt. 2005 fuhren die Freunde Hamilton und Sutil noch gemeinsam in einem Team der Formel-3-Euroserie, und der Bayer war dabei nur wenig langsamer als das neue Formel-1-Wunderkind.

Einen ähnlich kometenhaften Aufstieg wie Hamilton dürfte es für Sutil vorerst aber nicht geben, stattdessen verfolgt er langsam und beharrlich seine Ziele. Es sei denn, der Fahrermarkt kommt noch einmal in Bewegung, falls Weltmeister Fernando Alonso McLaren-Mercedes doch verlassen sollte. Dann könnte auch Sutil von den personellen Verschiebungen profitieren.

Bei Spyker ist sein Platz sicher, auch nachdem der indische Millionär Vijay Mallya gemeinsam mit dem zuvor schon eingebundenen Niederländer Michiel Mol für 80 Millionen Euro das Team vom Sportwagenbauer Spyker übernommen hat. "Ich bin dabei", sagt Sutil. Gelegenheit, seine Vorstellungen mit dem neuen Chef zu besprechen, wird er in Monza haben. Mallya, zu dem auch der zurzeit um einen neuen Vertrag kämpfende Toyota-Pilot Ralf Schumacher gute Kontakte pflegt, hat sich jedenfalls angekündigt.

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