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Spyker geht weiter gegen "Kunden-Auto-Teams" vor
Obwohl man durch die Bestrafung von McLaren-Mercedes den Sprung in die Top 10 geschafft hat, geht Spyker weiter gegen Toro Rosso und Super Aguri vor
(Motorsport-Total.com) - Das Spyker-Team ist ein großer Profiteur der Bestrafung des McLaren-Mercedes-Teams in der "Spionage-Affäre", denn dadurch rückt der holländische Rennstall in der Konstrukteurswertung um einen Platz auf Rang 10 nach vorn.
Auf den ersten Blick mag dies keine große Verbesserung darstellen, doch das Concorde Agreement besagt, dass lediglich die besten zehn Teams des Vorjahres in der Saison einen Zuschuss für die Reisekosten erhalten.
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Genau diesen wollte sich Spyker vor Gericht einklagen, indem man die Konkurrenten Scuderia Toro Rosso sowie Super Aguri verklagt, die in diesem Jahr das Auto nicht selbst entwickelt haben, sondern es über einen Trick - nach Ansicht des Automobilweltverbandes FIA legal - von Red Bull Racing beziehungsweise Honda Racing erworben haben.
Diese Ansicht vertritt Spyker hingegen nicht, sie sind der Meinung, dass die beiden Teams gegen die im Reglement verankerte Auflage verstoßen haben, wonach jedes Team sein Auto selbst entwickeln und bauen muss.
Obwohl die finanzielle Situation durch das Urteil gegen McLaren-Mercedes verbessert worden ist, plant Spyker nicht, das Thema zu den Akten zu legen. Man möchte zudem versuchen, dass die beiden Teams keine Einnahmen aus dem Verkauf der Fernsehrechte erhalten, schließlich würden die Teams mit Kunden-Autos fahren, was erst ab der kommenden Saison offiziell erlaubt sein wird.
Teamchef Colin Kolles erklärte unseren Kollegen von 'autosport.com', dass man keinen Rückzieher machen wird: "Das muss immer noch für die Zukunft geklärt werden - was sind Kunden-Autos und was sind keine Kunden-Autos? Alle haben der Definition eines Konstrukteurs zugestimmt. Es geht nur darum, wie man mit den Nicht-Konstrukteuren in Zukunft umgeht."
Er sei immer dazu bereit gewesen, einen Kompromiss einzugehen und das Thema damit vom Tisch zu bekommen. Man fahre mit dem Verfahren fort, sei aber gleichzeitig nach wie vor kompromissbereit: "Aber ich habe meine Meinung nicht verändert, ich stehe zu dem, was ich zuvor gesagt habe."
Der Deutsche betont, dass er keinen Image-Schaden und finanziellen Schaden hinnehmen könne. Es gehe auch nicht darum, dass man sich nun auf dem zehnten Rang befindet, der Unterschied zwischen dem achten und den zehnten sei "sehr groß". Informationen seiner Rechtsanwälte zufolge soll das Verfahren demnächst in die Gänge kommen.









