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Spyker-Team wird für 88 Millionen Euro verkauft

20. September 2007 - 22:28 Uhr

Spyker Cars hat am Donnerstag offiziell bekannt gegeben, dass man sich auf den Verkauf des Teams verständigt hat - Zustimmung der Aktionäre steht noch aus

Spyker-Ferrari F8-VII
Das Spyker-Team wird zu einem indisch-holländischen Team
© Spyker

(Motorsport-Total.com) - Der holländische Sportwagenbauer Spyker Cars hat am Donnerstag mitgeteilt, dass man das Formel-1-Team Spyker F1 für 88 Millionen Euro an eine Gruppe verkaufen wird, die dem indischen Geschäftsmann Vijay Mallya sowie der Mol-Familie gehört.

"Mit dem Verkauf des Formel-1-Teams, auf den sich nun prinzipiell geeinigt wurde, wird Spyker Cars N.V. zu der Aufgabe zurückkehren, die interne strategische Prüfung und damit verbundene Refinanzierung abzuschließen, die seit Mai im Gange ist", erklärte das Unternehmen in einer Mitteilung.

Am ersten September hatte der ehemalige Geschäftsführer und Formel-1-Direktor von Spyker, Michiel Mol, erklärt, dass er zusammen mit Mallya ein Kaufangebot für das Team abgeben wird. Dieses erfolgte durch 'Strongwind', der Investment-Firma der Mol-Firma, sowie durch 'Watson Limited', ein Unternehmen, das Mallya gehört.

Für 106,6 Millionen US-Dollar (rund 77 Millionen Euro) hatte Spyker im vergangenen Jahr den Rennstall von der russischen 'Midland'-Gruppe abgekauft, die das Team wiederum ein Jahr zuvor vom Privatier Eddie Jordan erwarb, der wie seine Nachfolger mit dem Team in finanzielle Schwierigkeiten geraten war.

Mit dem Team fuhr Spyker in der ersten Hälfte des Jahres 13 Millionen Euro Verlust ein. Damit stieg der Gesamtverlust der Spyker-Gruppe von 1,1 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr auf 29,9 Millionen Euro an.

Nach dem Rücktritt von Mol, der vor seinem Kaufangebot an Spyker einen Interessenkonflikt durch seine Rolle als Spyker-Geschäftsführer verhindern wollte, sucht das Unternehmen nach einem neuen Geschäftsführer und Finanzchef.

Nach der Gründung im Jahr 2000 hatte Spyker durch den Verkauf exklusiver Sportwagen zum Stückpreis von rund 250.000 Euro im vergangenen Jahr bei einem Umsatz von 36 Millionen Euro erstmals einen Gewinn (800.000 Euro) erwirtschaftet. Für dieses Jahr kündigte das Unternehmen einen Verlust an.

Die Spyker-Aktionäre werden am 29. September über den Verkauf abstimmen. An der Börse wurde die offizielle Bekanntgabe durch das in einen Liquiditätsengpass gekommene Unternehmen positiv aufgenommen. Der Kurs der Aktie legte am Donnerstag an der Amsterdamer Börse um 12,9 Prozent auf 3,50 Euro zu.

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