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Spionage: Wirtschaftlicher Schaden für die Formel 1?

11. September 2007 - 18:07 Uhr

Jackie Stewart fürchtet, dass die Spionageaffäre nicht nur dem Ansehen, sondern auch der Geldbörse der Formel 1 schaden könnte

Jackie Stewart
Jackie Stewart arbeitet in der Formel 1 für Williams-Sponsor RBS
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Obwohl die Weltmeisterschaft so spannend ist wie sehr Jahren nicht mehr, bestimmt derzeit nicht die sportliche Auseinandersetzung zwischen McLaren-Mercedes und Ferrari die internationalen Medienschlagzeilen, sondern eher die Spionageaffäre. Das könnte der Formel 1 mittelfristig aber finanziell schaden.

Diese Meinung vertritt zumindest einer, der es wissen muss: Jackie Stewart, früher selbst Grand-Prix-Pilot und dreifacher Weltmeister sowie Teambesitzer und heute Repräsentant von Williams-Sponsor RBS, befürchtet nämlich, dass große Unternehmen aus der Formel 1 aussteigen beziehungsweise nicht einsteigen könnten, weil das Image des Sports nicht mehr sauber ist - und das, so weiß man spätestens seit den Dopingfällen im Radsport, färbt auch auf die Geldgeber negativ ab.

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"Was da gerade geschieht, sind sehr gefährliche Umstände, die das finanzielle Fundament der Formel 1 potenziell gefährden könnten", erklärte der Schotte gegenüber 'autosport.com'. "Wenn das in die falsche Richtung geht, dann sehe ich große Schwierigkeiten mit multinationalen Unternehmen, die aussteigen wollen, auf uns zukommen. Daher glaube ich, dass die Sache schnell geklärt werden muss. Also weg von diesem Headhunting, das ist doch nicht nötig!"

Für ihn ist klar: "Ich halte es für falsch, was da vor sich geht. Ich finde, Schmutzwäsche sollte hinter geschlossenen Türen gewaschen werden." Außerdem vertritt Stewart die Ansicht, dass die Spionageaffäre viel zu heiß gekocht wird: Solche Vorfälle habe es in der Formel 1 immer schon gegeben und es passiere ja auch jedes Mal ein Informationstransfer, wenn ein Ingenieur von einem Team zum anderen wechselt.

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