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Renaults "Spionage-Fall": Briatore hält sich bedeckt

15. September 2007 - 09:35 Uhr

Der Teamchef möchte sich nicht näher zu der Tatsache äußern, dass in seinem Team teaminterne Geheimnisse eines anderen Rennstalls Anwendung fanden

Flavio Briatore
Auch Flavio Briatore steht möglicherweise Ärger ins Haus
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der "Spionage-Fall" im Zusammenhang mit dem McLaren-Mercedes-Team schlägt noch hohe Wellen, da ziehen am Himmel schon wieder dunkle Wolken auf. Wie mittlerweile durchgesickert ist, hat ein ehemaliger Mitarbeiter des McLaren-Mercedes-Teams drei Disketten mit Konstruktionsplänen und Berechnungen über Details des MP4-22 zu Renault mitgenommen. Dort sollen diese zumindest beim Kühlsystem Anwendung gefunden haben.

Derzeit läuft jedoch keine Untersuchung, wie Teamchef Flavio Briatore am Freitag betonte: "Wir geben alle Informationen an den Verband weiter, zumindest dann, wenn wir etwas herausfinden. Und ich leite alle Fakten auch an McLaren weiter."

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Die Situation ist ziemlich pikant, denn Flavio Briatore und McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis sind nicht gerade die besten Freunde. Auf der einen Seite weiß Dennis jetzt nur zu gut, zu was eine "Spionage-Affäre" führen kann, auf der anderen Seite hat er sogar selbst das Auftauchen von Ferrari-Informationen in seinem Team beim Automobilweltverband FIA gemeldet.

Dieser Punkt war bei der Anhörung von McLaren-Mercedes am Donnerstag vor dem Weltmotorsportrat übrigens überhaupt kein Thema. Wenn es denn zu einer näheren Untersuchung im Renault-Fall kommen wird, dann wird dieses Thema völlig losgelöst betrachtet. Dass nicht jeder Vorfall dieser Art Folgen hat, zeigt das Beispiel von Spyker, wo vor einigen Monaten plötzlich Red Bull-Zeichnungen im Team auftauchten.

"Das Urteil im Fall McLaren wurde vom Weltmotorsportrat gefällt und es gab genügend Beweise, um McLaren für schuldig zu befinden, so einfach ist das", so Briatore. "Ich möchte im Moment jedoch nicht über Renault sprechen, denn zunächst einmal stehen wir nicht unter Untersuchung, zweitens haben wir alle Fakten an McLaren, Herrn Mosley und an den Verband weitergegeben."

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