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Renault: Erst die Regen-, dann die Champagner-Dusche

30. September 2007 - 14:02 Uhr

Dank des Regens konnte Renault mit Heikki Kovalainen auf Platz zwei die erste Podiumsplatzierung der Saison holen - Giancarlo Fisichella Fünfter

Heikki Kovalainen
Heikki Kovalainen jubelt über den zweiten Platz
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die beiden Renault-Piloten sammelten auf dem 'Fuji Speedway' insgesamt zwölf WM-Punkte. Heikki Kovalainen stellte unter schwierigsten äußeren Bedingungen sein enormes Talent unter Beweis und eroberte den zweiten Rang - das erste Podiumsergebnis seiner jungen Formel-1-Karriere. Giancarlo Fisichella rundete mit der fünften Position das beste Saisonresultat für den amtierenden Konstrukteurs-Weltmeister ab.

"Die Saison verläuft für mich wie eine einzige Achterbahn, dieses Wochenende ist ein schönes Beispiel dafür", so Kovalainen. "Im Qualifying haben wir gestern alles auf eine Karte gesetzt und meinen Renault R27 für trockene Rennbedingungen abgestimmt."

"Als ich heute Morgen aus dem Fenster schaute und den Regen sah, wollte ich die Hoffnungen bereits sinken lassen. Aber wir geben niemals auf, und dieser Grand Prix hat bewiesen, was alles passieren kann. Unsere Strategie funktionierte prima, das Renault-Team hat sich diesen Podestplatz ehrlich verdient."

"Jetzt fragt mich jeder nach meinem Duell mit Kimi Räikkönen gegen Rennende. Die Wahrheit ist: Meine Außenspiegel waren so beschlagen, dass ich nach hinten keinerlei Orientierung hatte. Auf der Boxentafel konnte ich sehen, dass er immer näher kam. Mir war klar, dass er versuchen würde, mich zu überholen."

"In der letzten Runde ging er in Kurve 6 tatsächlich vorbei, doch ich war so erpicht auf den zweiten Platz, dass ich ihn mir auf der Außenseite von Kurve 10 wieder geschnappt habe - obwohl mein Renault R27 auf dem vielen Wasser, das dort stand, immer wieder aufschwamm."

"Doch ich bin einfach auf dem Gas geblieben und habe gehofft, dass alles gut geht. Es ist ein tolles Gefühlt, zum ersten Mal in der Formel 1 auf dem Podium zu stehen. Jetzt versuchen wir, diesen Schwung mit nach Shanghai zu nehmen."

"Das war eines der schwierigsten Rennen, die ich in meiner Zeit als Grand-Prix-Fahrer je bestritten habe!", so Fisichella. "Es stand während der ganzen Zeit so viel Wasser auf der Straße, und es wurde auch nicht besser. Die wichtigste Herausforderung bestand darin, das Auto auf der Straße zu halten und keine Fehler zu begehen."

"Die Balance meines Renault R27 war speziell in langsamen Kurven etwas inkonstant, das Aquaplaning auf den Geraden erwies sich als ständiger Begleiter. In einem Rennen, bei dem viele Fahrer ausgeschieden sind, haben wir ein starkes Resultat errungen - obwohl ich der Meinung bin, dass für uns sogar noch mehr möglich gewesen wäre."

"Bei dem letzten Regenrennen, das wir bestritten haben, konnten wir unsere Chancen nicht nutzen und nahmen auf dem Nürburgring nur einen Punkt mit nach Hause", so Teamchef Flavio Briatore. "Heute bietet sich für uns ein komplett anderes Bild."

"Das Team hat fehlerfrei gearbeitet und Heikki Kovalainen ist wunderbar gefahren - unser 'Rookie' agierte wie ein Pilot mit viel mehr Erfahrung. Insgesamt dürfen wir zwölf Punkte unserem Konto gutschreiben. Dieses Ergebnis hat sich das gesamte Team gegen Ende einer für uns wahrlich nicht einfachen Saison verdient."

"Unter diesen extrem schwierigen Bedingungen kam es in erster Linie darauf an, Fehler zu vermeiden", so Chefingenieur Pat Symonds. "Das ist uns gelungen, und das erste Podiumsresultat in dieser Saison ist dafür die Belohnung. Heikki Kovalainen hat eine tolle Performance abgeliefert und seine Position mit der notwendigen Aggression und viel Übersicht gegen Kimi Räikkönen verteidigt. Damit dürften alle Fragen, wie stark er im Zweikampf ist, beantwortet sein."

"Über seinen zweiten Platz können wir uns umso mehr freuen, da wir zum ersten Mal seit Silverstone wieder mit beiden Renault R27 in die Punkte gefahren sind. Auch Giancarlo Fisichella ist ein fehlerfreies Rennen gefahren und wurde dafür mit Rang fünf belohnt. Das Renault-Team hat heute alles richtig gemacht, obwohl es angesichts der äußeren Umstände recht einfach gewesen wäre, eine Fehlentscheidung zu treffen."

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