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Auftakt in Belgien: Räikkönen vor den Silberpfeilen

14. September 2007 - 11:32 Uhr

Felipe Massa crashte in Rivage, aber Kimi Räikkönen fuhr im ersten Freien Training Bestzeit für Ferrari vor den beiden Silberpfeilen

Kimi Räikkönen
Kimi Räikkönen war vor allem im ersten Sektor sehr schnell unterwegs
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - So kennt man Spa-Francorchamps eigentlich gar nicht: Ideale Bedingungen herrschten während des 90 Minuten langen ersten Freien Trainings auf dem 7,004 Kilometer langen Kurs in den belgischen Ardennen - bei anfangs 14, zum Schluss schon angenehmen 18 Grad Luft- und 27 Grad Streckentemperatur.

Ein bisschen war zu spüren, dass sich die Fahrer nach der Belgien-Pause seit 2005 erst wieder auf die Strecke einschießen mussten, weil es mehrere kleine Verbremser und Ausritte gab, speziell in den veränderten Passagen La Source und Bus-Stop. Felipe Massa (Ferrari/2 Runden) und Vitantonio Liuzzi (20./Toro-Rosso-Ferrari/+ 4,289/12 Runden) krachten außerdem in der Rivage-Rechtskurve leicht gegen die Barrieren und verpassten dadurch viel Trainingszeit.

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Räikkönen durch Eau Rouge am schnellsten

An der Spitze herrschten klare Fronten: Ferrari, wie immer am Freitagmorgen recht flott unterwegs, gab mit Kimi Räikkönen (16 Runden) in 1:47.339 Minuten den Ton an, wobei der Finne speziell im ersten Sektor am schnellsten unterwegs war. Der erste Sektor beinhaltet übrigens auch die Senke Eau Rouge, die mit den V8-Motoren locker voll geht - Räikkönen erzielte am dortigen Messpunkt mit 313 km/h den höchsten Topspeed.

Hinter Räikkönen landeten die beiden von den Spionageturbulenzen unbeeindruckten McLaren-Mercedes-Piloten auf den Positionen zwei und drei, wobei Lewis Hamilton (+ 0,542/19 Runden) um einen Tick schneller war als Fernando Alonso (+ 0,655/17 Runden). Übrigens: Im Gegensatz zu einigen anderen Piloten, die am Ende auch mal die weichere Reifenmischungen ausprobierten, blieben Räikkönen, Hamilton und Alonso durchgehend auf den harten Bridgestone-Pneus.

Nick Heidfeld (BMW Sauber F1 Team/+ 0,713/20 Runden) und Nico Rosberg (Williams-Toyota/+ 1,033/18 Runden) waren als beste Deutsche auch die besten Verfolger des Spitzentrios, scheinen damit für den Rest des Wochenendes recht gut aufgestellt zu sein. Auch für die Teamkollegen der beiden, Robert Kubica (6./+ 1,266/20 Runden) und Alexander Wurz (7./+ 1,581/20 Runden), begann Spa-Francorchamps 2007 positiv.

Kovalainen zweimal neben der Strecke

Jarno Trulli (Toyota/+ 1,655/19 Runden), Heikki Kovalainen (Renault/+ 1,799/22 Runden), der am Ende der Kemmel-Geraden und in Pouhon für zwei der spektakuläreren Ausritte der Session sorgte, und Jenson Button (Honda/+ 1,991/22 Runden) rundeten die Top 10 ab. Auffällig: Die Abstände im Mittelfeld sind diesmal etwas größer, was aber natürlich an der übermäßigen Länge der anspruchsvollen Strecke liegt.

Ralf Schumacher (Toyota/+ 2,209/21 Runden) begann als Zwölfter im ersten Freien Training, Sebastian Vettel (Toro-Rosso-Ferrari/+ 3,143/27 Runden) wurde 16. und Adrian Sutil (Spyker-Ferrari/+ 3,429/22 Runden) 19. Sutils Teamkollege Sakon Yamamoto (21./+ 5,040/21 Runden) musste indes als einziger Fahrer im Feld die Strecke kennen lernen, schlitterte kurz vor Schluss in der Bus-Stop-Schikane auch ins Aus - wahrscheinlich wegen eines technischen Problems.

Was das für den Rest des Wochenendes bedeutet, lässt sich noch nicht abschätzen, weil die Teams natürlich auf unterschiedlichen Programmen unterwegs sind. Traditionell ist es meistens so, dass Ferrari am Freitagnachmittag ein wenig auftankt und damit langsamer unterwegs ist, so dass wir erst nach allen 180 Minuten von heute ein einigermaßen entzerrtes Kräfteverhältnis zwischen den Roten aus Maranello und den Silbernen aus Woking haben werden.

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