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Piquet, Senna und Hunt bald wieder in der Formel 1?

05. September 2007 - 16:27 Uhr

Drei große Namen könnten in die Formel 1 zurückkehren: Piquet, Senna und Hunt, nämlich durch Nelson jun., Bruno und Freddie

Nelson Piquet sen.
Nelson Piquet mit seinem Sohn Nelson jun., oft liebevoll "Nelsinho" genannt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Damon Hill war 1996 der erste Sohn eines ehemaligen Formel-1-Weltmeisters, der selbst den WM-Titel gewinnen konnte; gleich 1997 folgte Jacques Villeneuve als Sohn eines Grand-Prix-Siegers nach. Seither sind große Namen im Motorsport schwer im Trend - und mit Piquet, Senna und Hunt klopfen drei davon an die Tür der Königsklasse des Motorsports.

Am viel versprechendsten sind die Formel-1-Aussichten von Nelson Piquet jun., der schon jetzt Testfahrer bei Renault ist und bereits am kommenden Wochenende in Monza von seinem derzeitigen Arbeitgeber für 2008 offiziell in ein Renncockpit befördert werden könnte. Sollte dies nicht klappen, könnte er bei Williams anheuern, wo es mit Nico Rosberg zu einer Neuauflage des legendären 1980er-Jahre-Duells Piquet vs. Rosberg kommen würde.

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Piquet jun. vor dem Sprung in die Formel 1

Bruno Senna
Ganz der Onkel: GP2-Pilot Bruno Senna erinnert optisch sehr an Ayrton
© xpb.cc

"Wenn du einmal in der Formel 1 bist, zählt die Reputation nicht mehr", erklärte Piquet jun. der 'Sunday Times'. "Wenn du es so weit gebracht hast, dann nur wegen deines Talents. Das bewerten die Leute im Team, aber nicht den Namen oder die Reputation. Sie kennen die Zeiten und die Qualität deiner Arbeit - und das entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Ein berühmter Name mag Aufmerksamkeit erzeugen, aber ich will für mich erfolgreich sein, nicht wegen meines Vaters."

Ein weiterer junger Mann, der es in absehbarer Zukunft in die Formel 1 schaffen könnte, ist Bruno Senna. Der Neffe des 1994 verstorbenen Ex-Weltmeisters Ayrton Senna hat in diesem Jahr sein erstes GP2-Rennen gewonnen und könnte schon bald für Toro Rosso testen, macht derzeit aber eine eher schwierige Phase durch und ist in der GP2-Gesamtwertung auf den zehnten Platz abgerutscht - mit nur einem Punkt aus den letzten vier Rennwochenenden.

Seine Motorsportkarriere begann recht spät, weil es ihm nach dem Unfall seines Onkels zunächst verboten war, professionell Rennen zu fahren. Aber: "Ich habe nie damit aufgehört, den Motorsport zu mögen, auch nicht nach Ayrtons Unfall. Ich habe halt zwei, drei Jahre keine Formel 1 geguckt, denn dabei war mir damals immer ein bisschen unwohl. Aber langsam kam dann alles wieder zurück", erinnerte sich der 23-Jährige.

Freddie Hunt derzeit in der Formel Ford

Henry und John Surtees
Henry Surtees mit Papa John, einem Weltmeister auf zwei und vier Rädern
© xpb.cc

Und dann ist da noch der am wenigsten bekannte junge Mann aus der Dreierrunde, nämlich Freddie Hunt. Dabei handelt es sich um den Sohn des Formel-1-Weltmeisters von 1976, James Hunt, der als Partylöwe galt und nicht zuletzt wegen seines exzessiven Lebenswandels bereits im Alter von 43 Jahren an einem Herzinfarkt starb. Sein Sprössling fährt heute in der Britischen Formel Ford, hat dort aber noch Einstiegsschwierigkeiten und liegt momentan an elfter Stelle der Gesamtwertung.

"Alle glauben, dass der Druck extragroß ist, weil ich bin, wer ich bin", so Hunt. "Der meiste Druck kommt aber von mir selbst." Als einer der wenigen Weltmeistersöhne gibt er auch zu, dass ihm der berühmte Name viele Türen geöffnet hat: "Dank meines Dads bekam ich sofort einen Platz in einem Topteam. Ich glaube nicht, dass das für Otto Normalverbraucher ohne so einen Namen auch möglich gewesen wäre."

Überhaupt sind rennfahrende Söhne in der Formel 1 und anderen Motorsportserien durchaus nicht selten: Nico Rosberg hat ja bereits einen Grand-Prix-Vertrag, Kazuki Nakajima ist Testfahrer bei Williams, Mathias Lauda fährt in der DTM, Greg und Leo Mansell in der Britischen Formel 3, Nicolas Prost steht vor dem Einstieg in die A1GP-Serie und Henry Surtees und Adrien Tambay sind Topfahrer in der Formel BMW.

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