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Physiotherapeut: Alonso ist nervös

27. September 2007 - 10:22 Uhr

Fernando Alonsos Physiotherapeut Fabrizio Borra gibt zu, dass sein Schützling wegen des Wirbels abseits der Rennstrecke ein wenig nervös ist

Fabrizio Borra und Fernando Alonso
Fabrizio Borra (links) mit seinem Schützling Fernando Alonso in Ungarn
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Fernando Alonso war in den vergangenen Rennen wahrscheinlich der stärkste Fahrer im Feld, hat seit Silverstone mehr Punkte gesammelt als alle anderen. In der Weltmeisterschaft liegt er daher nur noch zwei Zähler hinter seinem Teamkollegen Lewis Hamilton, weshalb er eigentlich vor Selbstvertrauen strotzen sollte.

Dem ist aber offenbar nicht so: Sein Physiotherapeut Fabrizio Borra, berühmt geworden durch die Boxenblockade in Budapest, nach der er von McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis geschnappt wurde, gab in einem Interview mit dem italienischen Magazin 'Autosprint' zu, dass sein Schützling "nervös" sei - allerdings weniger wegen der sportlichen Gesamtsituation, sondern mehr wegen des ganzen Tamtams abseits der Rennstrecke.

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Und man dürfe auch das Argument, Alonso sei ja bereits zweifacher Weltmeister und dürfe daher nicht mehr nervös sein, nicht auf die Goldwaage legen: "Niemand sollte vergessen, dass er gerade mal 26 Jahre alt ist und dass er an jeder Front kämpfen muss", sagte Borra, der sich natürlich auch bemüht, seinen Schützling mental so gut wie möglich auf die noch ausstehenden drei Entscheidungsrennen vorzubereiten.

Die teaminternen Spannungen - die Rede ist sogar von Erpressung - seien ebenfalls nicht ungewöhnlich: "Ich habe schon mit vielen Elitesportlern zusammengearbeitet, daher weiß ich, wie selbst große Champions reagieren können, wenn sie belagert werden. Ich mache mir Sorgen um ihn - nicht wegen der Dinge, die auf der Strecke passieren, sondern deswegen, was in den Medien über ihn geschrieben wird", meinte Borra.

Bekanntlich hatte Alonso in Ungarn versucht, Dennis mit der Drohung, er werde seine Informationen im Spionagefall - dabei handelte es sich um einen E-Mail-Verkehr mit Testfahrer Pedro de la Rosa - an die FIA weiterleiten, um McLaren-Mercedes anzuschwärzen. Der Weltmeister wollte auf diese Weise erreichen, unumstrittene Nummer eins im Team zu werden. Seither herrscht zwischen ihm und Dennis Funkstille.

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