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Nach Quali-Schlappe: Ferrari baut auf den Renn-Speed

08. September 2007 - 17:26 Uhr

Für den italienischen Rennstall war es keine Überraschung, dass man in der Qualifikation den Kürzeren zog, nun hofft man auf das Rennen

Michael Schumacher mit Felipe Massa
Michael Schumacher mit Felipe Massa: Wie ist McLaren nur zu knacken?
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Bei Ferrari musste man sich im Verlauf des bisherigen Wochenendes in Monza immer mehr mit dem Gedanken anfreunden, dass es womöglich nichts mit dem Sieg beim Heimrennen in Italien wird.

In der Qualifikation war Felipe Massa mit 0,552 Sekunden Rückstand der schnellste Ferrari-Pilot. Teamkollege Kimi Räikkönen kam mit 1,186 Sekunden Abstand auf Platz fünf. McLaren-Mercedes scheint den "Roten" im Moment überlegen zu sein.

"Ich denke, dass der dritte Platz das Beste war, was ich heute Nachmittag erreichen konnte", so Massa resigniert. "Uns fehlte es etwas an Geschwindigkeit, um gegen die McLaren-Mercedes um die erste Startreihe zu fahren, aber wir wissen, dass wir in der Abstimmung für das Rennen konkurrenzfähig sind, wir können also im Hinblick auf das morgige Rennen zuversichtlich sein."

"In Bezug auf die Balance ist das Auto nicht schlecht, auch wenn es beim Bremsen etwas schwierig ist. Ich hoffe, dass ich morgen einen guten Start hinbekomme, und im Rennen ein glückliches Händchen haben werde, das sehr hart werden wird. Ich werde alles tun, was ich kann, um vor unseren Fans ein gutes Ergebnis einzufahren."

"Der Unfall heute Morgen hat im Qualifying sicherlich nicht geholfen", so Räikkönen, "auch wenn man bedenkt, dass wir gestern Nachmittag im Freien Training Zeit verloren haben. Ich blockierte beim Bremsen die Räder und das Auto zog nach rechts und nicht nach links. In diesem Moment gab es nicht viel, was ich tun konnte, außer zu akzeptieren, dass ich in den Leitplanken landen werde."

"Die McLaren-Mercedes waren im Test und im Freien Training stark, ich denke also nicht, dass wir hätten viel tun können, um auf die Pole Position zu kommen. Gleichzeitig glaube ich, dass wir ein gutes Ergebnis erzielen können, wenn man unsere Geschwindigkeit über eine längere Distanz bedenkt. Es wird definitiv nicht das erste Mal sein, dass wir in der Qualifikation Schwierigkeiten hatten und im Rennen sehr konkurrenzfähig waren. Ich werde alles tun, was ich kann, um unseren Fans etwas zu geben, über das sie jubeln können."

"Dies war definitiv ein sehr schwieriger Tag", so Chefingenieur Luca Baldisserri. "Heute Morgen flog Kimi von der Strecke, nachdem er beim Bremsen auf einer Bodenwelle bei der Anfahrt auf die 'Ascari' die Kontrolle über sein Auto verlor. Wir fanden keine Anzeichen eines mechanischen Defekts vor und setzten aus diesem Grund die Arbeit mit Felipe fort."

"Wir statteten den Ersatzwagen mit dem Motor aus den beschädigten Auto aus, aber natürlich war das Setup nicht perfekt, und wenn man zusätzlich die Zeit bedenkt, die wir in den beiden Freien Trainings verloren, waren Kimis Chancen in der Qualifikation definitiv eingeschränkt."

"Wir wussten, dass unsere engsten Gegner auf der einen Runde einen Vorteil haben würden, und Felipe konnte nicht besser sein als Platz drei, auch wenn er alles gab. Aber wir schlagen im Rennen ein starkes Tempo an und wir können aus diesem Grund im Hinblick auf das morgige Rennen vorsichtig optimistisch sein. Wir werden für uns, für unsere Fans und unsere Kollegen, die uns hier unterstützen, unser Bestes versuchen."

"Nachdem, was wir beim Test hier in der vergangenen Woche und im gestrigen Freien Training gelernt hatten, erwarteten wir ein hartes Qualifying, und so kam es dann auch", so Ferrari-Rennleiter Jean Todt. "Auf einer einzigen Runde sind unsere Gegner sehr stark, aber wir sind uns bewusst, dass wir eine sehr konkurrenzfähige Geschwindigkeit im Rennen haben."

"Die entscheidenden Faktoren für das morgige Rennen werden die gleichen wie immer sein: die Zuverlässigkeit, die Strategie, die Arbeit des Teams und der Fahrer sowie die Konstanz der Leistung. Natürlich sind wir heiß darauf, hier in Monza bei unserem Heimrennen vor unseren Fans und Angestellten gut abzuschneiden, die hier auf ihrer eigenen speziellen Tribüne sitzen werden."

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