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Nach E-Mail-Panne: FIA passt Kommunikation an

30. September 2007 - 17:00 Uhr

Nach der E-Mail-Panne beim Grand Prix von Japan, die Ferrari ans Ende des Feldes zurückwarf, führt die FIA eine neue Kommunikationsprozedur ein

FIA-Truck
Der FIA unterlief beim Grand Prix von Japan eine peinliche E-Mail-Panne
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Beim heutigen Grand Prix von Japan wurden die Chancen des Ferrari-Teams empfindlich reduziert, weil die Anweisung der Rennleitung, dass mit Regenreifen gestartet werden muss, nicht rechtzeitig vor dem Start auf dem Kommandostand der Italiener ankam. Daher mussten Kimi Räikkönen und Felipe Massa außerplanmäßig an die Box geholt werden.

Ferrari war natürlich alles andere als glücklich über diese Entscheidung, denn Sportchef Stefano Domanicali erhielt die E-Mail, in der die Teams über die Sicherheitsmaßnahme in puncto Reifen informiert wurden, erst um 13:37, also sieben Minuten nach dem Start. Um solche Kommunikationsfehler in Zukunft zu vermeiden, wird die Rennleitung ab sofort eine verbesserte Kommunikationsprozedur anwenden.

Ausgeschickt wurde die E-Mail bereits um 12:35 Uhr, zehn von elf Teams erhielten sie um 12:37 Uhr, Ferrari aber erst um eine Stunde später. Dies war freilich nicht Ferraris Fehler, denn normalerweise werden derart wichtige Informationen nicht per E-Mail, sondern via Datenschirm am Kommandostand oder über einen Kurier verschickt. In Artikel 15.1 des Sportlichen Reglements steht außerdem, dass jedes Team den Erhalt der Informationen bestätigen muss, was heute nicht der Fall war.

Daher fasst sich die FIA nun an der eigenen Nase: Um Probleme wie dieses künftig zu vermeiden, wurde kurzerhand beschlossen, dass ab sofort zusätzlich zu den elektronischen Kommunikationskanälen wieder persönliche Kuriere eingesetzt werden, die die Informationen in ausgedruckter Form an die Teams übergeben und sich dies per Unterschrift bestätigen lassen. Bis Ende 2006 war diese Methode sowieso Usus.

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