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Mallya schwärmt vom "Team Indien"

02. September 2007 - 14:42 Uhr

Der Geschäftsmann und baldiger Mitbesitzer des Spyker-Formel-1-Teams bekommt glänzende Augen, wenn er von seinem Formel-1-Einstieg spricht

Vijay Mallya
Vijay Mallya mischt nun richtig im Formel-1-Business mit
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Ab der Saison 2009 sollen beim ersten Großen Preis von Indien die Formel-1-Motoren heulen, doch schon bald gibt in der "Königsklasse des Motorsports" ein Rennstall mit indischer Beteiligung Vollgas.

Geschäftsmann Vijay Mallya macht keine halben Sachen - als Drahtzieher hinter dem Indien-Grand-Prix wird der Milliardär nun auch zusammen mit der Mol-Familie das Formel-1-Team von Spyker übernehmen, um das Interesse an der Formel 1 im Land anzufachen.

"Das Team Indien steht in der Formel-1-Startaufstellung", erklärte der 51-Jährige bei einer Pressekonferenz in Mumbai voller Stolz - dabei muss der Kauf noch abgewickelt werden und der Rennstall heißt im Moment weiterhin Spyker und geht noch unter der holländischen Flagge an den Start.

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Mallya wird der Vorsitzende und Geschäftsführer sein und drei Vorstände benennen, die Mol-Familie derer zwei, was ein Zeichen dafür ist, dass der Inder den Großteil des Teams für eine Gesamtstumme von rund 80 Millionen Euro erwerben wird: "Ich habe davon geträumt, ein Formel-1-Team zu besitzen. Ich schaute mich danach um, dass zur richtigen Zeit die passende Chance auftaucht."

Und die sah er in jenem Moment, als Spyker Cars sich gezwungen sah, wegen eines Liquiditätsengpasses das Team abzustoßen. Angeblich hat Mallya aber auch mit Aguri Suzuki gesprochen, der nach ausbleibenden Zahlungen seines Hauptsponsors ebenfalls nach frischem Geld sucht.

Wie viel Geld nach dem Besitzerwechsel in die Formel 1 gepumpt werden wird, kann der Geschäftsmann derzeit noch nicht sagen: "Ich kann über das Budget für 2008 derzeit noch keinen Kommentar abgeben. Wenn es um 30 bis 40 Prozent steigen muss, und wenn dies gerechtfertigt ist, dann werden wir es anpassen", so Mallya, für den 2008 "der Beginn einer allmählichen Steigerung" des Teams sein wird: "Es werden keine Wunder geschehen".

Da man mit Spyker ein bestehendes Team übernimmt und nicht neu in die Formel 1 einsteigt, wird man auch aus dem Geld-Topf des Verkaufs von Fernsehanteilen beteiligt werden, dank der neuverhandelten Verteilung selbst dann, wenn man nicht unter die Top 10 kommt. So rechnet er kommendes Jahr mit Einnahmen in Höhe von 25 Millionen Euro.

Von der Übernahme des Rennstalls - da ist sich Mallya sicher - werden alle Beteiligten profitieren: "Das Abkommen ist gut für die Formel 1. Es ist gut für Indien und es ist gut für die Formula One Management, da die Zuschauerzahlen nun nach oben schießen werden", ist der Formel-1-Fan von einem Schub durch die mehr als 1,1 Milliarden Einwohner zählende Republik überzeugt.

Über den Namen des Teams oder eine mögliche Fahrerpaarung hüllt sich Mallya in Schweigen. Natürlich würde er sich über einen indischen Piloten freuen, "aber da müssen wir den Teamchef und den Technische Direktor konsultieren".

Im Moment könne er zudem nicht mitteilen, ob das Team 2008 vielleicht doch unter dem Namen Spyker an den Start gehen wird: "Einer Änderung des Namens müssten die anderen Teams und das Formel-1-Management zustimmen."