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Lewis Hamilton fürchtet um seinen Job

10. September 2007 - 09:31 Uhr

Während Fernando Alonso der Sitzung des Weltmotorsportrats am Donnerstag entspannt entgegen blickt, macht sich Teamkollege Lewis Hamilton mehr Sorgen

Lewis Hamilton
Lewis Hamilton hofft, dass sein Team am Donnerstag straffrei davon kommt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Da mittlerweile in der "Spionage-Affäre" neue Beweise aufgetaucht sind, muss das McLaren-Mercedes-Team am Donnerstag erneut vor dem Weltmotorsportrat des Automobilweltverbandes FIA erscheinen.

Bei der letzten Anhörung im Juli wurde der britisch-deutsche Rennstall nicht bestraft, obwohl man für schuldig befunden wurde, sich unerlaubt im Besitz geheimer Informationen des Ferrari-Rennstalls befunden zu haben.

Damals wurde dem Team schriftlich angedroht, aus den Weltmeisterschaften 2007 und 2008 ausgeschlossen zu werden, sollte im Verlauf der nächsten Zeit nachgewiesen werden, dass die Informationen vom Team tatsächlich bei der Entwicklung des Autos verwendet worden sind.

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Es besteht also konkret die Gefahr, dass McLaren-Mercedes bestraft wird, sollten die Mitglieder des Weltmotorsportrats zum Schluss kommen, dass hierfür der Beweis erbracht werden kann.

Im schlimmsten Fall könnte dies bedeuten, dass auch die Fahrer aus der Weltmeisterschaft ausgeschlossen werden, auch wenn Experten davon ausgehen, dass lediglich das Team per Punkteabzug bestraft werden wird - wenn dies überhaupt notwendig ist.

Während sich Fernando Alonso in Bezug auf das Thema relativ entspannt zeigt, obwohl er direkt in den Fall verwickelt sein soll, da er angeblich per E-Mail mit Testfahrer Pedro de la Rosa über geheime Ferrari-Setups gesprochen haben soll, macht sich Teamkollege Lewis Hamilton mehr Sorgen. Der Brite wurde wie seine Kollegen von der FIA angeschrieben, etwaige Beweise zu übermitteln. Gleichzeitig wurde den Piloten Straffreiheit zugesichert.

"Um ehrlich zu sein, dies ist nicht etwas, auf das ich mich wirklich konzentrieren muss", so Lewis Hamilton im Interview mit 'ITV'. "Ich führe die Weltmeisterschaft an und muss mich auf meine Arbeit fokussieren. Es ist Sache von Ron Dennis und all den anderen Leuten, die herauszufinden versuchen, was wir genau tun müssen, damit wir hier bleiben können."

Besorgt ist der Brite aber dennoch: "Es könnte sein, dass das, für das wir und das Team gearbeitet haben, uns weggenommen wird. Und wenn man wirklich darüber nachdenkt, dann denkt man 'Wow, ich könnte kommendes Wochenende keinen Job mehr haben' und was dann passieren könnte."

Es liefe für ihn in seiner ersten Formel-1-Saison so gut, und er könne sich nicht ausmalen, was wäre, wenn man dem Team tatsächlich den Hahn zu dreht: "Es ist etwas enttäuschend, wenn man Dinge darüber liest - ich möchte das nicht vertiefen, denn dann werde ich emotional." Weil er dem Team 100-prozentig vertraue, könne er aber unabhängig der aktuellen Situation entspannt bleiben.

Hamilton gibt zu, dass er überrascht ist, wie viel Politik es in der Formel 1 gibt. Ohne Zweifel steht er aber voll und ganz hinter seinem Teamchef, der ihn seit über zehn Jahren unterstützt: "Ich hatte nie irgendwelche Gründe, ihm nicht zu glauben. Er macht im Moment eine Zeit durch, in der meiner Meinung nach ein paar Leute versuchen, ihn zu stürzen. Die Formel 1 wäre ohne McLaren nicht dieselbe, lasst uns also die Daumen drücken, dass nichts passieren wird."