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Horner: Kein Stunk zwischen den Red-Bull-Teams

30. September 2007 - 16:42 Uhr

Die Kollision zwischen Sebastian Vettel und Mark Webber stufte auch Red-Bull-Teamchef Christian Horner als Rennunfall ein

Christian Horner (Teamchef)
Christian Horner wollte die Kollision Vettel/Webber nicht dramatisieren
© GEPA

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Christian, in der zweiten Safety-Car-Phase kam es zur Kollision zwischen Mark Webber und Sebastian Vettel. Was genau ist passiert?"
Christian Horner: "Das ist eine gute Frage. Vielleicht sollte man da früher beginnen. Mark hat eine Lebensmittelvergiftung. Er hat sich den ersten fünf Runden sogar unter seinem Helm übergeben müssen. Wir haben schon überlegt, ob wir ihn aus Sicherheitsgründen nicht aus dem Rennen nehmen sollten. Aber er hat sich typisch australisch einfach auf seine Aufgabe konzentriert und diese in Angriff genommen. Im ersten Stint war er sehr schnell, wir legten den Stopp zeitlich gut und er jagte schon Lewis Hamilton nach. Dann kam das Safety Car wieder auf die Strecke."

"Es ist natürlich enttäuschend, die Chance auf ein sehr gutes Ergebnis hinter dem Safety Car zu verlieren. Zufällig war dann auch ein Auto von Toro Rosso involviert. Aber bei diesen Bedingungen kann eh alles passieren."

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Frage: "Weißt du, was genau passiert ist?"
Horner: "Ich habe mit Sebastian nicht direkt sprechen können, aber Lewis hatte wohl gerade seinen Bremsen auf Temperatur bringen wollen und fuhr immer wieder etwas langsamer. Vielleicht hat sich Sebastien daher stärker auf Lewis als auf Mark konzentriert. Dann hat er Marks Auto sehr hart getroffen."

Frage: "Wie war Marks Reaktion nach der Kollision?"
Horner: "Er war frustriert. Wenn man so gut unterwegs war, wie er in diesem Rennen, und man einen Podestplatz vor Augen hat, dann ist das sehr enttäuschend. Und wer weiß, er fuhr dieselben Rundenzeiten wie Lewis, vielleicht hätte er ihn sogar noch knacken können."

Frage: "Ihr hättet mit einem so guten Ergebnis auch in der Herstellerwertung einen Sprung gemacht."
Horner: "Ja, dann wären wir jetzt vor Williams. Aber wir haben den Abstand verringern können und liegen nun noch weiter vor Toyota. In den vergangenen beiden Rennen lief es für uns."

Frage: "Aber schön ist es wirklich nicht, dass die Kollision gerade mit dem Schwesterteam passierte."
Horner: "Das war einfach nur Zufall. Sebastian ist bis zu diesem Zeitpunkt ein tolles Rennen gefahren. Er ist der größere Verlierer bei der Sache als Mark. Aber frustrierend ist es immer, wenn man hinter dem Safety Car aus dem Rennen gerissen wird."

Frage: "Hast du dich schon mit Franz Tost (Teamchef der Scuderia Toro Rosso; Anm. d. Red.) unterhalten?"
Horner: "Ja, ich habe mit Franz direkt nach dem Rennen gesprochen. Zwischen den Teams gibt es keinen Stunk, das war einfach ein Rennzwischenfall."

Frage: "Glaubst du, dass es die richtige Entscheidung war, das Rennen zu starten?"
Horner: "Ja, ich glaube schon. Der Kurs hier liegt so hoch und so besonders, dass er sein eigenes Mikroklima hat. Es war richtig, hinter dem Safety Car zu starten und zu schauen, wie sich das Wetter entwickelt. Das Safety Car blieb dann recht lang draußen, das sorgte für interessante Strategien. Wir haben bei beiden Autos die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit getroffen. Angesichts von Marks Rennen darf man nicht vergessen, dass auch David (Coulthard) ein klasse Rennen hatte."

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